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Presse

26.07.2017 - PRESSEMITTEILUNG

Naturschutzinitiative e.V. (NI) weist Haselhuhn im Gebiet Knippen und Kuhlenberg nach. Windenergieanlagen dürfen dort nicht errichtet und genehmigt werden!

Der Naturschutzinitiative e.V. (NI) gelangen, vor allem auch außerhalb der offiziellen Schutzgebiete, zahlreiche N1-Nachweise von Haselhühnern. Diese wurden der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein mitgeteilt, die wiederum das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) um eine Expertise bat.

Diese liegt mittlerweile vor. Danach sind alle Plangebiete für Windenergieanlagen im Bereich von Haselhuhnvorkommen nicht nutzbar, weil die Verbotstatbestände des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) ausgelöst würden.

Besonders hervorzuheben ist, dass diese wissenschaftlich gesicherten Nachweise in Verbundkorridoren erbracht wurden, die nach der LANUV-Studie, neben den kleineren Trittsteinbiotopen, wichtige Bestandteile des Haselhuhnlebensraumes sind.

„Ohne die Verbundkorridore ist eine auf Dauer überlebensfähige Haselhuhnpopulation nicht möglich, weil das Haselhuhn einen großflächigen substantiellen Lebensraum braucht und in isolierten Teillebensräumen zum Aussterben verurteilt wäre“, betonte der Haselhuhnexperte und Länderbeirat der NI, Gerhard Bottenberg, dem auch die wissenschaftlich fundierten Nachweise gelangen.

Weiterlesen: 26.07.2017 - PM - "NI weist Haselhuhn im Gebiet Knippen und Kuhlenberg nach"

20.07.2017 - PRESSEMITTEILUNG

Naturschutzinitiative e.V. (NI) lehnt Teilplan "Erneuerbare Energien" für die Region Odenwald ab – Odenwald und Spessart müssen von Windenergieanlagen frei bleiben!

Verband sieht EU-Vorgaben im Regionalplan nicht erfüllt.

Bürger sollen sich auch weiterhin für den Erhalt ihrer einzigartigen Landschaft einsetzen.

Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) sieht die Aufstellung des Teilplans "Erneuerbare Energien" zum aktuellen Regionalplan Südhessen nicht nur für einzelne Wind-Vorranggebiete kritisch. Eine Untersuchung der Aufstellung mit 35 Vorranggebieten im Raum Odenwald kommt zum Ergebnis, dass die Vorgaben der EG-Richtlinie 2001/42/EG über das Verfahren der „SUP-Richtlinie“ (Strategische Umweltprüfung) regionalplanerisch nicht hinreichend umgesetzt wurden.

„Artenschutzkonflikte sowie Wasserschutz- und Landschaftsschutzkriterien sind im Umweltbericht der Regionalplanung vernachlässigt und in vielen Fällen schlicht fehlerhaft“, betonte Harry Neumann, Landesvorsitzender der Naturschutzinitiative e.V. (NI).

Für die Untersuchung des Teilplans beauftragte die NI das regionale Fachbüro proreg des Geographen Michael Hahl, Waldbrunn. Die fachliche Expertise zeigt auf, dass der Regionalplanungsträger die Pflicht habe, bei konkreten Anhaltspunkten etwa zu Brut- und Nahrungshabitaten den Sachverhalt im Planungsgebiet abzuwägen und zu bewerten. Das Raumordnungsgesetz sieht zudem vor, soziale und wirtschaftliche Ansprüche mit den ökologischen Funktionen des Raums in Einklang zu bringen, wozu der Lebensraum- und Artenschutz gehören. Ebenso seien die Schutzgüter Wasser, Landschaft und Sach- und Kulturwerte von einer ungenügenden Ermittlung und Abwägung betroffen, vor allem bei den Wasserschutzgebieten sowie bei speziellen Kriterien, die aus dem Status eines "UNESCO Global Geopark" hervorgehen.

Weiterlesen: 20.07.2017 - PM - (NI) lehnt Teilplan "Erneuerbare Energien" für die Region Odenwald ab

14.07.2017 - PRESSEMITTEILUNG

Windenergieanlagen auf der Kalteiche werden offensichtlich zur Todesfalle für den Rotmilan – Naturschutzverbände fordern das Abschalten der Windenergieanlagen auf der Kalteiche

Bereits Mitte März diesen Jahres wurden auf der Kalteiche unter einer Windenergieanlage die Überreste eines getöteten Rotmilans gefunden. Nach der Mitteilung des Fundes an die Naturschutzinitiative e.V. erfolgte damals eine entsprechende Meldung an die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein. Der tote Milan und die Fundstelle weisen darauf hin, dass der Vogel sehr wahrscheinlich von der Windenergieanlage erschlagen wurde. Auch ein von der Kreisverwaltung in Auftrag gegebenes Gutachten kommt nach den uns vorliegenden Informationen zu dem Ergebnis, dass es sich bei der Todesursache um ein „scharfes Trauma“, am „wahrscheinlichsten“ verursacht durch die Windenergieanlage, handelt. Der Fundort liegt ca. 2000 m von den nächsten Offenlandflächen entfernt. Auch im Waldbereich sind Totfunde des Rotmilans kein Einzelfall.

Auch im Bereich der Kalteiche besteht durch Windenergieanlagen offensichtlich ein erhebliches Gefahrenpotential für diese Art. Denn es ist ohne jeden Zweifel nachvollziehbar, dass Rotmilane nicht rein zufällig tot unter Windenergieanlagen liegen.

Es ist daher völlig unverständlich, dass die Genehmigungsbehörde als Wächter und Garant des Artenschutzes bislang offensichtlich nichts zum Schutz des Rotmilans unternommen hat. Sie hat nun dafür zu sorgen, dass sich ein solcher Fall nicht noch einmal wiederholt und die Verbotstatbestände nach dem Bundesnaturschutzgesetz ausgeschlossen werden können.

Weiterlesen: 14.07.2017 - PM - "WEA auf der Kalteiche werden zur Todesfalle für den Rotmilan"

06.07.2017 - PRESSEMITTEILUNG

Windindustrieanlagen im Reinhardswald zerstören Natur und Landschaft und gefährden die Biologische Vielfalt

Nur 10 Tage nach der Einweihung des 1000sten Windrades im nordhessischen Gemünden durch den Parteichef der Grünen und stv. Ministerpräsidenten der hessischen Landesregierung, Tarek Al-Wazir, wurde am vergangenen Dienstag im Beisein der grünen Umweltministerin Priska Hinz der weitere Windenergie-Ausbau, jetzt auch im Reinhardswald, besiegelt. 20 neue Windenergieanlagen sind in dem Vertrag zwischen Hessen-Forst und der Energiegenossenschaft Reinhardswald „Windindustrieanlage Langenberg/Farrenplatz“ vorgesehen. Davon sind zwölf Windenergieanlagen beim Langenberg (Vorranggebiet KS 04b) und acht beim Farrenplatz (Vorranggebiet KS 04a) geplant.

Auf dem Kamm des Reinhardswaldes werden somit CO2 speichernde Waldflächen geopfert, um dann mit Windenenergieanlagen angeblich CO2 einzusparen. „Das ist vollkommen absurd. Der beste Klimaschutz ist es, unsere Wälder nicht noch weiter zu zerstören. Windenergieanlagen haben nichts in unseren Wäldern und in Schutzgebieten zu suchen", erklärte Harry Neumann, hessischer Landesvorsitzender der Naturschutzinitiative e.V. (NI).

„Alle ca. 26.000 Windindustrieanlagen in Deutschland haben bislang noch nicht zur Einsparung eines einzigen Gramms CO2 geführt. Im Gegenteil der CO2 Ausstoß steigt weiter an. Die geplanten Anlagen können somit gar nicht zum Klimaschutz beitragen, da der produzierte Strom nicht gespeichert werden kann. Da Windenergieanlagen zudem nicht grundlastfähig sind, werden weiterhin konventionelle Kraftwerke benötigt, um die Energieversorgung sicherzustellen“, betonte Jürgen Bender, Länderbeirat der Naturschutzinitiative e.V. (NI) Hessen.

Weiterlesen: 06.07.2017 - PM - "Windindustrieanlagen im Reinhardswald"

30.06.2017 - PRESSEMITTEILUNG

Harry Neumann erhält Sonder-Ehrenpreis für herausragende Leistungen für den Natur- und Artenschutz

Der Vorsitzende der Naturschutzinitiative e. V. (NI) Harry Neumann hat den Sonder-Ehrenpreis der Jägervereinigung Oberhessen e. V. im Landesjagdverband Hessen wegen herausragender Leistungen für den Natur- und Artenschutz erhalten.

Zu dieser höchsten Auszeichnung erklärte der Vorsitzende der Jägervereinigung Oberhessen e.V. und Vorstand des Landesjagdverbandes Hessen, Helmut Nickel:

„Harry Neumann steht für eine ideologiefreie und unabhängige Naturschutzarbeit, die sich umfassend für den Natur-, Arten- und Landschaftsschutz sowie Wälder als Grundlage der Biologischen Vielfalt einsetzt.“

Er stelle sich unbeirrt mit Sachverstand und hohem persönlichen Einsatz dem Natur- und Landschaftsschutz.

In Anerkennung von herausragenden Verdiensten um den Natur- und Artenschutz und seines vorbildlichen Einsatzes für den Erhalt der natürlichen Lebensräume sei es daher für die Jägervereinigung Oberhessen eine Ehre, ihm hierfür den Sonder-Ehrenpreis zu überreichen.

Foto (Naturschutzinitiative e. V.):

 

v.l.n.r.: Dr. Thomas Stiller (2. Preisträger), Harry Neumann, Helmut Nickel