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Presse

17.08.2017 - PRESSEMITTEILUNG (Update der PM v. 28.07.2017)

NATURSCHUTZINITIATIVE e.V. (NI), POLLICHIA e.V.

Weniger Gülle für mehr Artenvielfalt im Westerwald!   -

„Ein Bett im Kornfeld für den Feldhasen“

Weniger Gülle für mehr Artenvielfalt im Westerwald! - „Ein Bett im Kornfeld für den Feldhasen“

Gülle ist ein Abfallprodukt und zugleich wertvoller Dünger, aber nur in Maßen. Jedes Jahr produzieren Nutztiere wie Rinder, Schweine und Hühner in Deutschland mehr als 300 Millionen Liter davon. Auch nach der neuen Düngeverordnung sind immer noch 50 Kilogramm Stickstoffüberschüsse pro Hektar erlaubt. Das ist viel zu viel. Um das Grundwasser dauerhaft zu schützen, dürfte der zulässige Wert nur bei höchstens 30 Kilogramm liegen.

Die Tierhaltung müsste daher an die regional vorhandene Größe der Wiesen und Felder angepasst werden. Die Einführung der „Hoftorbilanz“, die einen Betrieb als Ganzes betrachtet, erachtet die NI als eine sinnvolle Maßnahme.

Weiterlesen: 17.08.2017 - PM - "Weniger Gülle für mehr Artenvielfalt im Westerwald"

26.07.2017 - PRESSEMITTEILUNG

Dahlem: Verwaltungsgericht stärkt den Natur– und Artenschutz!

Etappensieg für den Naturschutz in der Eifel

Die 6. Kammer des Verwaltungsgerichtes Aachen hat dem Eilantrag des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) gegen die Genehmigung des Kreises Euskirchen zur Errichtung und zum Betrieb von 5 Windkraftanlagen in der Eifelgemeinde Dahlem stattgegeben. Damit müssen die Bauarbeiten eingestellt werden. Für alle Windräder sind die Fundamente errichtet, außerdem stehen bereits 2 Türme.

„Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) begrüßt dieses klare Urteil in der Sache und wird der Bürgerinitiative auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen“, so Landesvorsitzender Harry Neumann.

Dahlems Bürgermeister Jan Lembach kann, nach seinen Aussagen in einer ersten öffentlichen Stellungnahme, nicht nachvollziehen was der Kreis falsch gemacht haben könnte. Demgegenüber stellt das Gericht in aller Deutlichkeit fest, dass der Genehmigungsbehörde ein „beachtlicher Verfahrensfehler“ unterlaufen sei. Denn: Es sei nicht nachvollziehbar geprüft worden, ob durch den Bau der Windräder im Dahlemer Wald der Schwarzstorch gefährdet werde. Die durchgeführten Untersuchungen seien hierfür nicht ausreichend gewesen. Es sei insbesondere keine gezielte Raumnutzungsanalyse für den Schwarzstorch durchgeführt worden. Daher sei nicht davon auszugehen, dass mit der zufälligen Beobachtung von Flugbewegungen des Schwarzstorches anlässlich der Raumnutzungsanalyse des Rotmilans die Schwarzstorchaktivitäten im Baugebiet zuverlässig erfasst worden seien. Angesichts dieses beachtlichen Fehlers kommt das Verwaltungsgericht nach dem jetzigen Sach- und Erkenntnisstand zu dem Ergebnis, dass die angefochtene Genehmigung im Hauptverfahren aufgehoben werde.

Weiterlesen: 26.07.2017 - PM - "Dahlem: Verwaltungsgericht stärkt den Natur- und Artenschutz!"

26.07.2017 - PRESSEMITTEILUNG

Naturschutzinitiative e.V. (NI) weist Haselhuhn im Gebiet Knippen und Kuhlenberg nach. Windenergieanlagen dürfen dort nicht errichtet und genehmigt werden!

Der Naturschutzinitiative e.V. (NI) gelangen, vor allem auch außerhalb der offiziellen Schutzgebiete, zahlreiche N1-Nachweise von Haselhühnern. Diese wurden der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein mitgeteilt, die wiederum das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) um eine Expertise bat.

Diese liegt mittlerweile vor. Danach sind alle Plangebiete für Windenergieanlagen im Bereich von Haselhuhnvorkommen nicht nutzbar, weil die Verbotstatbestände des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) ausgelöst würden.

Besonders hervorzuheben ist, dass diese wissenschaftlich gesicherten Nachweise in Verbundkorridoren erbracht wurden, die nach der LANUV-Studie, neben den kleineren Trittsteinbiotopen, wichtige Bestandteile des Haselhuhnlebensraumes sind.

„Ohne die Verbundkorridore ist eine auf Dauer überlebensfähige Haselhuhnpopulation nicht möglich, weil das Haselhuhn einen großflächigen substantiellen Lebensraum braucht und in isolierten Teillebensräumen zum Aussterben verurteilt wäre“, betonte der Haselhuhnexperte und Länderbeirat der NI, Gerhard Bottenberg, dem auch die wissenschaftlich fundierten Nachweise gelangen.

Weiterlesen: 26.07.2017 - PM - "NI weist Haselhuhn im Gebiet Knippen und Kuhlenberg nach"

20.07.2017 - PRESSEMITTEILUNG

Naturschutzinitiative e.V. (NI) lehnt Teilplan "Erneuerbare Energien" für die Region Odenwald ab – Odenwald und Spessart müssen von Windenergieanlagen frei bleiben!

Verband sieht EU-Vorgaben im Regionalplan nicht erfüllt.

Bürger sollen sich auch weiterhin für den Erhalt ihrer einzigartigen Landschaft einsetzen.

Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) sieht die Aufstellung des Teilplans "Erneuerbare Energien" zum aktuellen Regionalplan Südhessen nicht nur für einzelne Wind-Vorranggebiete kritisch. Eine Untersuchung der Aufstellung mit 35 Vorranggebieten im Raum Odenwald kommt zum Ergebnis, dass die Vorgaben der EG-Richtlinie 2001/42/EG über das Verfahren der „SUP-Richtlinie“ (Strategische Umweltprüfung) regionalplanerisch nicht hinreichend umgesetzt wurden.

„Artenschutzkonflikte sowie Wasserschutz- und Landschaftsschutzkriterien sind im Umweltbericht der Regionalplanung vernachlässigt und in vielen Fällen schlicht fehlerhaft“, betonte Harry Neumann, Landesvorsitzender der Naturschutzinitiative e.V. (NI).

Für die Untersuchung des Teilplans beauftragte die NI das regionale Fachbüro proreg des Geographen Michael Hahl, Waldbrunn. Die fachliche Expertise zeigt auf, dass der Regionalplanungsträger die Pflicht habe, bei konkreten Anhaltspunkten etwa zu Brut- und Nahrungshabitaten den Sachverhalt im Planungsgebiet abzuwägen und zu bewerten. Das Raumordnungsgesetz sieht zudem vor, soziale und wirtschaftliche Ansprüche mit den ökologischen Funktionen des Raums in Einklang zu bringen, wozu der Lebensraum- und Artenschutz gehören. Ebenso seien die Schutzgüter Wasser, Landschaft und Sach- und Kulturwerte von einer ungenügenden Ermittlung und Abwägung betroffen, vor allem bei den Wasserschutzgebieten sowie bei speziellen Kriterien, die aus dem Status eines "UNESCO Global Geopark" hervorgehen.

Weiterlesen: 20.07.2017 - PM - (NI) lehnt Teilplan "Erneuerbare Energien" für die Region Odenwald ab

14.07.2017 - PRESSEMITTEILUNG

Windenergieanlagen auf der Kalteiche werden offensichtlich zur Todesfalle für den Rotmilan – Naturschutzverbände fordern das Abschalten der Windenergieanlagen auf der Kalteiche

Bereits Mitte März diesen Jahres wurden auf der Kalteiche unter einer Windenergieanlage die Überreste eines getöteten Rotmilans gefunden. Nach der Mitteilung des Fundes an die Naturschutzinitiative e.V. erfolgte damals eine entsprechende Meldung an die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein. Der tote Milan und die Fundstelle weisen darauf hin, dass der Vogel sehr wahrscheinlich von der Windenergieanlage erschlagen wurde. Auch ein von der Kreisverwaltung in Auftrag gegebenes Gutachten kommt nach den uns vorliegenden Informationen zu dem Ergebnis, dass es sich bei der Todesursache um ein „scharfes Trauma“, am „wahrscheinlichsten“ verursacht durch die Windenergieanlage, handelt. Der Fundort liegt ca. 2000 m von den nächsten Offenlandflächen entfernt. Auch im Waldbereich sind Totfunde des Rotmilans kein Einzelfall.

Auch im Bereich der Kalteiche besteht durch Windenergieanlagen offensichtlich ein erhebliches Gefahrenpotential für diese Art. Denn es ist ohne jeden Zweifel nachvollziehbar, dass Rotmilane nicht rein zufällig tot unter Windenergieanlagen liegen.

Es ist daher völlig unverständlich, dass die Genehmigungsbehörde als Wächter und Garant des Artenschutzes bislang offensichtlich nichts zum Schutz des Rotmilans unternommen hat. Sie hat nun dafür zu sorgen, dass sich ein solcher Fall nicht noch einmal wiederholt und die Verbotstatbestände nach dem Bundesnaturschutzgesetz ausgeschlossen werden können.

Weiterlesen: 14.07.2017 - PM - "WEA auf der Kalteiche werden zur Todesfalle für den Rotmilan"

 

NATURSCHUTZINITIATIVE e.V. (NI) - bundesweit anerkannter Verband nach § 3 UmwRG