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Presse

14.07.2017 - PRESSEMITTEILUNG

Windenergieanlagen auf der Kalteiche werden offensichtlich zur Todesfalle für den Rotmilan – Naturschutzverbände fordern das Abschalten der Windenergieanlagen auf der Kalteiche

Bereits Mitte März diesen Jahres wurden auf der Kalteiche unter einer Windenergieanlage die Überreste eines getöteten Rotmilans gefunden. Nach der Mitteilung des Fundes an die Naturschutzinitiative e.V. erfolgte damals eine entsprechende Meldung an die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein. Der tote Milan und die Fundstelle weisen darauf hin, dass der Vogel sehr wahrscheinlich von der Windenergieanlage erschlagen wurde. Auch ein von der Kreisverwaltung in Auftrag gegebenes Gutachten kommt nach den uns vorliegenden Informationen zu dem Ergebnis, dass es sich bei der Todesursache um ein „scharfes Trauma“, am „wahrscheinlichsten“ verursacht durch die Windenergieanlage, handelt. Der Fundort liegt ca. 2000 m von den nächsten Offenlandflächen entfernt. Auch im Waldbereich sind Totfunde des Rotmilans kein Einzelfall.

Auch im Bereich der Kalteiche besteht durch Windenergieanlagen offensichtlich ein erhebliches Gefahrenpotential für diese Art. Denn es ist ohne jeden Zweifel nachvollziehbar, dass Rotmilane nicht rein zufällig tot unter Windenergieanlagen liegen.

Es ist daher völlig unverständlich, dass die Genehmigungsbehörde als Wächter und Garant des Artenschutzes bislang offensichtlich nichts zum Schutz des Rotmilans unternommen hat. Sie hat nun dafür zu sorgen, dass sich ein solcher Fall nicht noch einmal wiederholt und die Verbotstatbestände nach dem Bundesnaturschutzgesetz ausgeschlossen werden können.

Weiterlesen: 14.07.2017 - PM - "WEA auf der Kalteiche werden zur Todesfalle für den Rotmilan"

06.07.2017 - PRESSEMITTEILUNG

Windindustrieanlagen im Reinhardswald zerstören Natur und Landschaft und gefährden die Biologische Vielfalt

Nur 10 Tage nach der Einweihung des 1000sten Windrades im nordhessischen Gemünden durch den Parteichef der Grünen und stv. Ministerpräsidenten der hessischen Landesregierung, Tarek Al-Wazir, wurde am vergangenen Dienstag im Beisein der grünen Umweltministerin Priska Hinz der weitere Windenergie-Ausbau, jetzt auch im Reinhardswald, besiegelt. 20 neue Windenergieanlagen sind in dem Vertrag zwischen Hessen-Forst und der Energiegenossenschaft Reinhardswald „Windindustrieanlage Langenberg/Farrenplatz“ vorgesehen. Davon sind zwölf Windenergieanlagen beim Langenberg (Vorranggebiet KS 04b) und acht beim Farrenplatz (Vorranggebiet KS 04a) geplant.

Auf dem Kamm des Reinhardswaldes werden somit CO2 speichernde Waldflächen geopfert, um dann mit Windenenergieanlagen angeblich CO2 einzusparen. „Das ist vollkommen absurd. Der beste Klimaschutz ist es, unsere Wälder nicht noch weiter zu zerstören. Windenergieanlagen haben nichts in unseren Wäldern und in Schutzgebieten zu suchen", erklärte Harry Neumann, hessischer Landesvorsitzender der Naturschutzinitiative e.V. (NI).

„Alle ca. 26.000 Windindustrieanlagen in Deutschland haben bislang noch nicht zur Einsparung eines einzigen Gramms CO2 geführt. Im Gegenteil der CO2 Ausstoß steigt weiter an. Die geplanten Anlagen können somit gar nicht zum Klimaschutz beitragen, da der produzierte Strom nicht gespeichert werden kann. Da Windenergieanlagen zudem nicht grundlastfähig sind, werden weiterhin konventionelle Kraftwerke benötigt, um die Energieversorgung sicherzustellen“, betonte Jürgen Bender, Länderbeirat der Naturschutzinitiative e.V. (NI) Hessen.

Weiterlesen: 06.07.2017 - PM - "Windindustrieanlagen im Reinhardswald"

30.06.2017 - PRESSEMITTEILUNG

Harry Neumann erhält Sonder-Ehrenpreis für herausragende Leistungen für den Natur- und Artenschutz

Der Vorsitzende der Naturschutzinitiative e. V. (NI) Harry Neumann hat den Sonder-Ehrenpreis der Jägervereinigung Oberhessen e. V. im Landesjagdverband Hessen wegen herausragender Leistungen für den Natur- und Artenschutz erhalten.

Zu dieser höchsten Auszeichnung erklärte der Vorsitzende der Jägervereinigung Oberhessen e.V. und Vorstand des Landesjagdverbandes Hessen, Helmut Nickel:

„Harry Neumann steht für eine ideologiefreie und unabhängige Naturschutzarbeit, die sich umfassend für den Natur-, Arten- und Landschaftsschutz sowie Wälder als Grundlage der Biologischen Vielfalt einsetzt.“

Er stelle sich unbeirrt mit Sachverstand und hohem persönlichen Einsatz dem Natur- und Landschaftsschutz.

In Anerkennung von herausragenden Verdiensten um den Natur- und Artenschutz und seines vorbildlichen Einsatzes für den Erhalt der natürlichen Lebensräume sei es daher für die Jägervereinigung Oberhessen eine Ehre, ihm hierfür den Sonder-Ehrenpreis zu überreichen.

Foto (Naturschutzinitiative e. V.):

 

v.l.n.r.: Dr. Thomas Stiller (2. Preisträger), Harry Neumann, Helmut Nickel

 

08.06.2017 - GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG

der Naturschutzinitiative e. V. (NI), GNOR, NABU (Kroppacher Schweiz) und Pollichia e. V.

Erneut toter Rotmilan unter einer Windenergieanlage im Westerwald!

Schon wieder wurden im Westerwald unter einer Windenergieanlage die Überreste eines getöteten Rotmilans gefunden. Unter einer Windenergieanlage am Hartenfelser Kopf (Westerwaldkreis) lag  der Flügel eines getöteten Rotmilans. Nach der Mitteilung des Fundes an die Naturschutzinitiative e.V. erfolgte eine entsprechende Meldung an die Kreisverwaltung, Untere Naturschutzbehörde, Montabaur. Der abgetrennte Flügel und die Fundstelle weisen darauf hin, dass der Vogel sehr wahrscheinlich von der Windenergieanlage geschlagen wurde.

Im Frühjahr 2017 wurden bereits zwei tote Rotmilane unter den Windenergieanlagen am Roten Kopf in Westerburg (Westerwaldkreis) gefunden, einer im April und der andere Ende Mai. Auch im Westerwald besteht durch Windenergieanlagen offensichtlich ein erhebliches Gefahrenpotential für diese Art. Es ist ohne jeden Zweifel nachvollziehbar, dass Rotmilane nicht rein zufällig tot unter Windenergieanlagen liegen.

Dass Schlagopfer beim Rotmilan sehr häufig sind, ist u.a. durch die Arbeit der Staatlichen Vogelschutzwarte in Brandenburg gut dokumentiert. Doch in vielen Teilen Deutschlands, wie auch in Rheinland-Pfalz, fehlt jedoch bedauerlicherweise ein gezieltes Monitoring, sodass insgesamt von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist. Wie sich aus weiteren Presseberichten zeigt, sind tödliche Kollisionen bei Rotmilanen keine Seltenheit; so wurden angrenzend zu Rheinland-Pfalz im Juni 2016 im Wildenburgerland (Oberbergischer Kreis) bzw. im März 2017 an der Kalteiche (Kreis Siegen-Wittgenstein) ebenfalls zerschlagene Rotmilane unter Windenergieanlagen aufgefunden. Im Waldbereich sind Totfunde des Rotmilans ebenfalls kein Einzelfall.

Weiterlesen: 08.06.2017 - PM - "Erneut toter Rotmilan unter einer Windenergieanlage im Westerwald!"

07.06.2017 - PRESSEMITTEILUNG

Schon wieder vergiftete Greifvögel zwischen Nohen und Reichenbach

Naturschutzinitiative e.V. (NI) und POLLICHIA erwarten konsequente Vorgehensweise der zuständigen Behörden

Am  4. März dieses Jahres hat ein Wanderer an der Nohener Traumschleife im oberen Bereich des Hohlbachs an der Gemarkungsgrenze zwischen Nohen und Reichenbach  einen verendeten Mäusebussard gefunden und dem Jagdpächter gemeldet. Bei der Suche nach dem Vogel wurde etwa 600 m weiter unten, im Taleinschnitt des Hohlbachs, ein weiterer verendeter Mäusebussard entdeckt. Da 2015 in der Nähe der Fundorte ein Rotmilan vergiftet wurde, bemühte sich die Naturschutzinitiative e. V., unterstützt von der Pollichia-Kreisgruppe, um eine toxikologische Untersuchung der Kadaver. Die Kreisverwaltung als Untere Naturschutzbehörde sah keine Notwendigkeit, eine Untersuchung auf ihre Kosten in Auftrag zu geben, genehmigte aber der Naturschutzinitiative, die Überprüfung auf eigene Kosten durchführen zu lassen und stellte eine eventuelle Kostenbeteiligung in Aussicht, mit der Begründung: „Das Auffinden von gleich zwei toten Tieren im engen räumlichen und zeitlichen Zusammenhang ist ja doch ungewöhnlich und lässt Raum, eine nicht natürliche Todesursache zu vermuten“.

Die deutschlandweite Suche nach einem Labor, das solche Untersuchungen durchführen kann, gestaltete sich schwierig. In einem Fall wurde sogar eine Untersuchung abgelehnt, weil man befürchtete, eine Vergiftung nachzuweisen, die man dann melden müsse.

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