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Vortragsabend - "Raubbau und Verschmutzung an den Meeren und Binnengewässern"


Termin: Di, 21.11.2017, 19.00 Uhr

Ort: Pfalzmuseum für Naturkunde - POLLICHIA-Museum,
       Kaiserslauterer Straße 111, 67098 Bad Dürkheim

Referenten und Themen:

Dipl.-Biologin Julia Hager, Fachbeirätin NI
"Unsere Ozeane - die Plastikhalde der Menschheit"
In nur wenigen Jahrzehnten hat der Mensch die Ozeane - Quelle des Lebens seit Millionen von Jahren - aus dem Gleichgewicht gebracht: Neben anderen Bedrohungen wie Schadstoffeinleitung, Überfischung, Übernutzung, Zerstörung von Lebensräumen etc. sind sie zunehmend bedroht durch Plastikmüll - von Mikro bis Makro. Die Folgen haben nicht nur Auswirkungen auf das Leben im Wasser. Geht die Zerstörung der Meere weiter wie bisher, werden wir unsere Lebensgrundlage verlieren.
Es ist höchste Zeit, wieder verantwortungsvoll mit unserer Umwelt umzugehen, Zusammenhänge aufzudecken: Wie kommt Plastik in so großen Mengen in die Ozeane? Welche Gefahren bringt dies mit sich? Was können wir dagegen tun?
 
Dr. Peter Diehl, Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz
Der Rhein als Quelle für Meeresverschmutzung – hat sich da nichts gebessert?
Der Rhein ist der größte Fluss Deutschlands und einer der bedeutendsten Ströme Europas. Auf einer Länge von 1.230 km durchströmt er sechs Staaten. In seinem 185.000 km² großen Einzugsgebiet leben rund 55 Mio. Menschen. Die Hälfte der chemischen Industrie Europas ist am Rhein angesiedelt. Andererseits versorgt der Rhein rund 20 Mio. Menschen mit aufbereitetem Trinkwasser. Nachdem der Strom Mitte der siebziger Jahre als übermäßig verschmutzt galt, birgt er heute wieder vielfältiges Leben. Dennoch transportiert der Rhein jährlich viele Tonnen verschiedener Schadstoffe in die Nordsee. Der Vortrag beschreibt die historischen und aktuellen Probleme, die Strategien zu ihrer Lösung und die Erfolge bzw. Defizite. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Pflanzennährstoffen, organischen Mikroverunreinigungen und aktuell Mikroplastik.
 
Dipl.-Biologin Verena Platt-Till, Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V.
Die "Meereskrise"- eine Bestandsaufnahme!
Das Meer steht unter großem Stress - denn es muss uns Menschen als Lebensgrundlage dienen und wir entnehmen ihm mehr als es geben kann. Von keinem Ökosystem sind wir so vielseitig abhängig wie von den Ozeanen und wir nutzen diese als wären sie eine scheinbar unendlich ausschöpfbare Ressource.
Fisch gilt als Grundstein unserer Nahrungssicherheit und wir fischen ihn in großen Mengen aus den Ozeanen. 90 Prozent der globalen Fischbestände gelten als maximal genutzt oder bereits überfischt. So hat auch das Mittelmeer beispielsweise allein in den vergangenen 50 Jahren 34 Prozent seiner gesamten Fischbestände und 41 Prozent seiner Meeressäuger verloren.
Neben dem großen Verlust der Biodiversität durch die Fischerei ist die Artenvielfalt der Meere zusätzlich durch weitere Faktoren stark bedroht. Dieser Vortrag gibt einen Überblick über die rücksichtlose Nutzung der Meere durch den Menschen und den besorgniserregenden Verlust der Artenvielfalt der Meeressäuger. So war der Gemeine Delfin vor ca. 80 Jahren noch der häufigste Delfin im Mittelmeer. Heute hat nur ein kleiner Restbestand den Raubbau überlebt.

 

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Teilnahme ist kostenfrei, über eine Spende freuen wir uns.

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der NATURSCHUTZINITIATIVE e. V. (NI) mit der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V. und der POLLICHIA.

 

Unsere Einladung als PDF zum Download finden Sie hier


 

NATURSCHUTZINITIATIVE e.V. (NI) - bundesweit anerkannter Verband nach § 3 UmwRG