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"Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand"
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12.07.2019

Nordrhein-Westfalen

Naturschutzinitiative e.V. (NI) begrüßt Änderungen im Landesentwicklungsplan NRW zur Windenergie

 
Neuer Landesentwicklungsplan NRW: Erholung für die Wälder - Keine Windenergie im Wald

Der nordrhein-westfälische Landtag hat am 12.07.2019 den neuen Landesentwicklungsplan für Nordrhein/Westfalen beschlossen. Demnach fällt die Privilegierung von Windenergieanlagen im Wald weg. Zwischen Wohngebieten und Windenergieanlagen wurde ein pauschaler Abstand von 1.500 Metern festgelegt.

„Wir begrüßen diese Änderungen, da sie einen wichtigen Beitrag zu mehr Natur- und Artenschutz und mehr Klimaschutz in unseren Wäldern leisten“, erklärte Harry Neumann, Landesvorsitzender NRW des anerkannten Umweltverbandes Naturschutzinitiative e.V. (NI).

Windenergieanlagen sind ineffizient und leisten bislang keinen nennenswerten Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Der Anteil Deutschlands am weltweiten CO2-Ausstoß beträgt ca. 2 %. Deutschland ist daher nicht in der Lage, einen wirksamen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz zu leisten, schon gar nicht mit Windenergieanlagen. Die NI begrüßt daher die geplanten Restriktionen beim Ausbau der Windenergie in NRW zugunsten von Menschen, Landschaften, Wäldern und Wildtieren.

Der weitere Ausbau der Windenergie ist den Subventionen in Höhe von ca. 30 Milliarden Euro aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geschuldet. Die NI fordert, dass sowohl das EEG als auch die Privilegierung der Windenergie nach dem Baugesetzbuch vollständig abgeschafft wird. Ein planwirtschaftliches Instrument passt nicht zu einer freiheitlichen Gesellschaft. Die NI fordert, dass weitere Bundesländer dem Beispiel von NRW folgen und Wälder grundsätzlich für die Errichtung von Windenergieanlagen ausschließen.

Hinzu kommt, dass die derzeitige Diskussion um den Klimaschutz die Bedeutung der Biologischen Vielfalt und des Artenschutzes völlig außer Acht lässt, obwohl vor kurzem der dramatische Bericht des Weltbiodiversitätsrates veröffentlicht wurde.

„Der Arten- und Biomasseschwund zusammen mit den ebenso problematischen stofflichen Belastungen, besonders durch Stickstoffeinträge, bedroht das Überleben von Menschheit und Natur deutlich mehr als die ebenfalls ernst zu nehmenden Folgen des Klimawandels“, betonte Dr. Andreas Segerer, wissenschaftlicher Beirat der Naturschutzinitiative e.V. (NI).

 

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