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"Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand"
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Charles Darwin -

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06.08.2016
Pressemitteilung
Keine Windenergieanlagen im UNESCO Welterbe Oberes
Mittelrheintal!
NATURSCHUTZINITIATIVE beklagt zweifelhafte Methoden der Windlobby und der Politik

Der Windkraftinvestor EnBW reichte beim Regierungspräsidium Darmstadt einen
Antrag auf Sofortvollzug der Genehmigung für 4 Windindustrieanlagen auf dem
Ranselsberg ein. Das Gebiet liegt im UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal.
Ein sofortiger Bau würde ein qualifiziertes Votum der UNESCO durch Schaffung
vollendeter Tatsachen verhindern und damit massiv den Welterbestatus der
Region gefährden.
Die UNESCO hatte schon in früheren Zeiten ihrerseits sehr deutlich gemacht,
dass ein Bau von Windindustrieanlagen im Oberen Mittelrheintal den
Welterbestatus massiv gefährden würde. Damals hatte Rheinland-Pfalz ein
hochqualifiziertes Gutachten durch das Büro Grontmij erstellen lassen, welches
die Region um Lorch ebenfalls mit einbezog und nicht nur dort das
Konfliktpotential als „sehr hoch“ einstufte. Rheinland-Pfalz beschloss darauf, dass
in der Rahmenzone der Welterberegion Windräder planungsrechtlich
ausgeschlossen sind.
In Hessen wären sie nach dem Gutachten des durch den Energieanbieter EnBW
beauftragten Büros Ecoda mit einer Nabenhöhe von 149 m aber möglich. Warum
zwei Gutachten zu zwei ganz unterschiedlichen Ergebnissen kommen, erscheint
schwer nachvollziehbar und wirft erneut die Frage nach der fachlichen
Kompetenz und Unabhängigkeit von durch Energieunternehmen oder die
Windindustrie bezahlten Gutachtern auf.

„Die EnBW und die Landesregierung haben entgegen ihrer früheren Zusagen das
neue „Gutachten“ nicht auf der Basis des Grontmij-Gutachtens erstellt, trotz der
Forderung der UNESCO, dies zu tun. Gerade auch deswegen erscheint es umso
zweifelhafter, warum das neue von EnBW beauftragte „Gutachten“ nun in deren
Sinne ausfällt. Offensichtlich sollen hier die Interessen des Auftraggebers vor den
Schutz der Kulturlandschaft gestellt werden“, erklärte Harry Neumann,
Landesvorsitzender der NATURSCHUTZINITIATIVE e.V.
Dieses verantwortungslose Vorgehen gegen die kulturellen Werte der UNESCO
ist nicht das einzige in Hessen. Erst im November 2015 erhielt als erster
Naturpark in Hessen und einer der wenigen in Deutschland der „Geo-Naturpark
Bergstraße-Odenwald“ den Titel „UNESCO Global Geopark“. Aber auch dort, im
Greiner Eck, einem FFH Gebiet mitten im Naturpark und faktischem
Vogelschutzgebiet, sind derzeit vier 200 m hohe Windindustrieanlagen im Bau.
Prof. Kerstin Schultz, Mitglied im Fachbeirat Hessen der Naturschutzinitiative,
kritisiert dieses Vorgehen in Landschaften mit derartigen Konfliktpotenzialen
massiv. „ Landschaftsästhetik muss bei den Bewertungen wieder an Bedeutung
gewinnen, um gravierende negative Auswirkungen auf das Landschaftsbild zu
verhindern. Hier werden wertvolle Natur- und Kulturräume überformt und durch
Windindustrieanlagen verfremdet“.
Die zuständige, grüne Regierungspräsidentin Lindscheid hat offensichtlich jedoch
wenig Skrupel, in den landschaftlich hochsensiblen Gebieten zu agieren, auch
gegen den Willen der Bevölkerung. So dokumentiert sie mit ihrer Begründung
zum Zielabweichungsverfahren:
„Gerade angesichts steigender Widerstände gegen die Nutzung der Windenergie
in der Bevölkerung und der Politik wäre es vor dem Hintergrund der
energiepolitischen Ziele, denen sich auch die Regionalversammlung Südhessen
verpflichtet sieht, kontraproduktiv, die Zulassung der Abweichung zu versagen“.
„Das Mittelrheintal darf zu keinem Windindustrietal werden, sondern muss in
seiner Einzigartigkeit und Schönheit den nachfolgenden Generationen erhalten
bleiben. Solche schönen Landschaften dienen dem Landschaftserlebnis, der
Erholung und dem sanften Tourismus, nicht deren Industrialisierung. Wir fordern
Ministerpräsident Bouffier auf, zu seinem Wort zu stehen und das ganze
Vorhaben sofort zu stoppen, um nicht noch weiter an Glaubwürdigkeit zu
verlieren,“ fordert Harry Neumann.


Harry Neumann, Landesvorsitzender Hessen

 

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