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"Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand"
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Charles Darwin -

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22.05.2019

4. NATIONALPARKFEST RHEINLAND-PFALZ in BIRKENFELD – MTB PARK IDARKOPF

STAATSSEKRETÄR DR. GRIESE BENIMMT SICH IM „FESTZELT“ DANEBEN!

Foto: M. Löber – Blick auf den Idarwald

Umweltstaatssekretär Dr. Griese benimmt sich im Festzelt auf dem Nationalparkfest in Birkenfeld daneben!

Der Staatssekretär im Umweltministerium Rheinland-Pfalz Dr. Griese (B90/Die Grünen) hat sich im „Festzelt“ in Birkenfeld daneben benommen. Laut einem Bericht der Nahe-Zeitung bezeichnete er bei seiner Rede den bundesweit anerkannten Umweltverband Naturschutzinitiative e.V. (NI) wegen seiner Kritik am geplanten Mountainbike-Park in einem europäischen FFH-Schutzgebiet, in der Kernzone des Naturparkes Saar-Hunsrück und im Landschaftsschutzgebiet Hochwald als „Naturschutz-Scheitergruppe“*, die „Unsinn“ erzähle. Von einem Staatssekretär dürfen die Wähler und Wählerinnen erwarten, dass er sich unvoreingenommen und fachlich fundiert mit dem massiven Eingriff in diesen sensiblen Lebensraum auseinandersetzt. Anstatt sich als oberster Wächter und Garant des Natur- und Artenschutzes von diesem Vorhaben zu distanzieren, flüchtet er sich in „Bierzelt-Parolen“.

Foto: Harry Neumann/NI, Europäische Wildkatze (Felis silvestris silvestris)

Die Europäische Wildkatze, die auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft ist, würde mit dem geplanten Vorhaben einen ihrer wichtigsten Kernlebensräume verlieren. Die Belange des Natur- und Artenschutzes sind gerade in Zeiten des Artensterbens besonders zu berücksichtigen.

Dr. Griese diffamiert mit seinen unsachlichen Bemerkungen auch das ehrenamtliche Engagement eines der größten rheinland-pfälzischen Naturschutzverbände und seiner Mitglieder sowie die über 83.000 Bürger, die sich bereits gegen diesen Plan ausgesprochen haben. Es besteht auch die Gefahr, dass sich die Mitarbeiter der zuständigen Genehmigungsbehörde und der SGD Nord (zuständig für die Befreiung von der Naturpark-Verordnung) unter Druck gesetzt fühlen und ihre Entscheidung auf der Grundlage von Recht und Gesetz durch solche Aussagen beeinflusst werden könnte.

* Korrektur der Nahe-Zeitung vom 21.05.2019:
Anm. der Redaktion: Aufgrund eines Hörmissverständnisses war in der ursprünglichen Version dieses Artikels von einer "Naturschutz-Scheitergruppe" die Rede. Tatsächlich sprach der Staatssekretär aber von einer "Naturschutz-Splittergruppe".

Das macht die diffamierende Polemik des Staatssekretärs zu ehrenamtlichen Engagement nicht besser.

 



Mehr Infos zum geplanten Megapark:

https://www.naturschutz-initiative.de/neuigkeiten/462-14-05-2019-kein-bike-und-naturerlebnispark-im-ffh-gebiet-idarkopf-und

https://www.regenwald.org/petitionen/1170/kein-mountainbike-park-im-wald-der-wildkatzen

 


 

Lesen Sie die uns übermittelten Leserbriefe vom 20.05.2019 an die Nahe Zeitung zu:
„Griese: Bikepark-Kritiker erzählen Unsinn“

Populistisches Bierzelt-Niveau

Es ist schon schockierend, auf welches Niveau sich unsere Grünen Umweltpolitiker begeben, wenn sie Ihre Wirtschaftsinteressen durch gelebten Naturschutz in Gefahr sehen. Im Falle des geplanten Bikeparks die Naturschutzinitiative als „Naturschutz-Scheitergruppe“ hinzustellen, die „Unsinn“ erzählt, ohne diesen Vorwurf weiter zu begründen, hat für mich schon populistisches Bierzelt-Niveau. Dr. Griese kennt anscheinend als Grünen-Politiker unsere Naturschutzgesetze nicht, sonst würde er sich mit solchen Aussagen zurückhalten.

Fakt ist, dass der geplante Bikepark mit 23 Kilometer "Downhill-Trails" durch seine Lage in der Naturpark-Kernzone und in einem FFH-Gebiet sowohl gegen die Verbotstatbestände der Naturparkverordnung als auch gegen europäisches Artenschutzgesetz verstoßen würde. Diesen Monat wurde der globale Bericht zum Zustand der Natur durch den Weltbiodiversitätsrat veröffentlicht. Dieser thematisiert das dramatische Artensterben, das ganz wesentlich durch den Verlust an Lebensräumen verursacht wird. Das scheint einen Herrn Griese alles nicht zu interessieren, da er sogar Falschaussagen nicht scheut, um den Idarkopf mit seinem Wildkatzenbestand und seiner Biodiversität für einen „Funpark“ zu opfern.

Daniela Reinshagen – 20.05.2019 - Hellertshausen/Kreis Birkenfeld

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„Verächter jeglichen bürgerlichen Engagements“

Wer seiner politischen Meinung nicht folgt, den pflegt der “grüne” Staatssekretär Dr. Thomas Griese abzukanzeln und verächtlich zu machen. So musste vor nicht allzu langer Zeit sogar der ins Umweltministerium nach Mainz beorderte Birkenfelder Landrat eine von Grieses berüchtigten Schimpfkanonaden über sich ergehen lassen. Umso befremdlicher muten da Dr. Matthias Schneiders Dankesworte im Bierzelt des Nationalparkfests nach Grieses polemischer Behauptung an, er werde sich bei dem Bikepark-Projekt Idarkopf “nicht von einer Naturschutz-Scheitergruppe aufhalten lassen, die Unsinn erzählt.” Wer auf solch primitive Weise die wichtige, schwierige und aller Ehren werte Arbeit der Naturschutzinitiative und der Pollichia abzuqualifizieren sucht, entlarvt sich selber als Verächter jeglichen bürgerlichen Engagements, sofern es nicht nach seiner Pfeife tanzt. Beschämend, dass Landrat Dr. Schneider diesem Manne noch einen Kotau zollt.

Uwe Anhäuser, Bundenbach/Kreis Birkenfeld

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Auszug aus Leserbriefen vom 22.05.2019 in der Nahe-Zeitung:

„Glaubwürdigkeit als Staatssekretär steht auf dem Spiel“

..."Und es stört uns, die Aktiven von Greenpeace Obere Nahe und BUND Birkenfeld, auch nicht, dass wir mit unserem Informationsstand ein wenig an den Rand gelegt wurden."... "Was aber der Herr Staatssekretär in seiner Rede formuliert hat, stört viele von uns sehr. Natürlich passt Radfahren als Fortbewegungsart zum Nationalpark. Ideal wäre es, wenn die Besucher dann auch tatsächlich mit dem Rad anreisen würden, was allerdings angesichts der Morphologie und der Entfernungen nur sehr sportlichen Radlern möglich sein dürfte. Darum wird ein Bike-Park
zweifellos den Autoverkehr in der Region verstärken. Inwieweit das für den einen oder anderen Bewohner des Hunsrücks zum Vorteil werden kann, mag noch umstritten sein. Dass Herr Griese die Naturschutzinitiative als „Splittergruppe“ bezeichnet, kommt bei Naturschützern schon ein wenig diffamierend an." ... "Herr Griese sollte darauf achten, bei der Umsetzung dieses Projektes nicht seine Glaubwürdigkeit als Staatssekretär des Umweltministeriums aufs Spiel zu setzen, wenn er öffentlich verspricht, die Belange des Umweltschutzes zu beachten." ..."Wie letztendlich in Sachen Bikepark zu entscheiden ist, ist sorgfältigst zu prüfen, denn in einem dicht besiedelten Land wie Deutschland sind große Räume, die auf natürliche Weise intakt und ungestört erhalten werden, ein bedeutsamer Schatz. Wenn Naturschutzverbände, die keinerlei wirtschaftliches Interesse verfolgen, auf die beschriebene Art kritisiert werden, ist das in aller Form zurückzuweisen."

Hans-Jürgen Werle, Idar-Oberstein

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„Letztlich geht es doch nur ums Geld“

"Dass Radfahren „wunderbar zum Nationalpark passt“, dem stimme ich gerne zu. Was aber hat bitteschön sanftes Dahinradeln mit einem Holmenkollen für adrenalinsüchtige MTB-Junkies auf dem Idarkopf zu tun, zumal der noch nicht einmal im Nationalpark liegt? Herr Griese ist zwar gelernter Jurist, aber auch angeblich engagierter Naturschützer, wenn auch nur als Laie. Denn er weiß wohl dann doch nicht so recht, was dieses Projekt für die Landschaft dort oben bedeutet, sonst könnte er es doch kaum mit seinem grünen Gewissen vereinbaren, so martialische Sprüche zu klopfen, von wegen, dass „wir“ (wer ist wir?) uns von solchen „Naturschutz-Splittergruppen“ nicht aufhalten lassen, und „uns das nicht bieten lassen.“ Was lassen wir uns denn nicht bieten? Dass Naturschutzverbände gegen den fortschreitenden Ausverkauf der Natur Bedenken äußern? Dass die (die Splittergruppen), uns (die Engagierten), hindern wollen, Chancen zu ergreifen?" ... "Der Bikepark soll „im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten“ vorangebracht werden, so Landrat Schneider. Im Einklang mit den gesetzlichen Möglichkeiten – gewiss, denn die bestimmt der Mensch. Im Einklang mit den Gesetzen der Natur – niemals, denn die bestimmt der Mensch nicht." ... "Da kann man auch den Bikepark in großartig aufpolierten Werbefeldzügen solange schönreden, wie man will. Die Fähigkeit der Selbstregulation der Erd-Ökosysteme ist in einem gewissen Maße gegeben, aber begrenzt. Viele Ökosysteme sind schon kollabiert, ein zerstörtes System reiht sich an das andere, bis hin zum Ausfall des Gesamtsystems." ... "Daher sollte sich jeder Entscheider einmal selbstkritisch fragen: „Braucht es diesen Bikepark wirklich?“ Oder haben wir nicht letztendlich größeren Nutzen davon, wenn wir den folgenden Generationen ein möglichst ungeschädigtes Ökosystem am Idarkopf hinterlassen?"

Heiko Theobald, Rhaunen

 

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