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"Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand"
                                                 -
Charles Darwin -

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17.06.2019

Willi Weitz, Kreisvorsitzender der Pollichia e.V., kündigt seine Mitarbeit bei den avifaunistischen Erfassungen im Nationalpark Hunsrück-Hochwald, Rheinland-Pfalz, auf!

Der Grund sind die herabwürdigenden Äußerungen des Staatssekretärs Dr. Griese im Umweltministerium Rheinland-Pfalz gegenüber der Naturschutzinitiative e.V. (NI)


Wendehals (Jynx torquilla)

Willi Weitz schreibt am 12.06.2019 an das Nationalparkamt in Birkenfeld:

„Sehr geehrte Frau Dr. Kaus-Thiel, sehr geehrte Herren,

aus Protest gegen die Äußerungen von Staatsekretär Dr. Griese zur Kritik der Naturschutzinitiative e. V. am geplanten Bikepark Idarkopf kündige ich meine Mitarbeit bei den avifaunistischenn Erfassungen im Nationalpark hiermit auf.

Wie Ihnen sicher bekannt ist, hat Dr. Griese in einer Rede anlässlich des Nationalparkfestes am 19. Mai die Naturschutzinitiative, in der ich selbst Mitglied bin, öffentlich als "Naturschutz-Splittergruppe, die Unsinn redet" bezeichnet.

Er hat damit einen anerkannten Naturschutzverband öffentlich desavouiert, weil dieser sich gemäß seiner Satzung für den Schutz der Natur einsetzt, indem er fordert, dass in der Kernzone eines Naturparks und einem FFH-Gebiet die entsprechenden Schutzvorschriften eingehalten werden.

Die herabwürdigenden Äußerungen des Staatssekretärs treffen einen Naturschutzverband,

- der bundesweit nach § 3 UmwRG anerkannt ist,

- der sich gerade in Rheinland-Pfalz in vielfältiger Weise für den Schutz von Natur und Umwelt einsetzt,

- der sich in besonderem Maße dem Schutz der Wildkatze, des Wappentiers des Nationalparks, verschrieben hat,


- der zudem auf dem Nationalparkfest (wie in jedem Jahr) mit einem durch ehrenamtliche Mitarbeiter besetzten Stand vertreten war.

Es handelt sich hier um einen beispiellosen Affront gegenüber ehrenamtlichen Naturschützern, wie er mir in nunmehr fast 60 Jahren ehrenamtlichen Einsatzes für den Naturschutz nicht begegnet ist –

und dies durch einen Staatssekretär, der eigentlich für Naturschutz zuständig ist und nicht für Tourismusförderung durch fragwürdige Großprojekte in Schutzgebieten.

Einem Umweltministerium, in dem dieser Staatssekretär eine wichtige Rolle spielt, möchte ich nicht mehr zuarbeiten und werde daher keine Beobachtungs- und Erfassungsdaten mehr aus dem Nationalpark liefern“.

Mit freundlichen Grüßen

Willi Weitz
Vogelmonitoring im Nationalpark, Aufkündigung der Mitarbeit"

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