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"Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand"
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Charles Darwin -

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28.01.2020 - PRESSEMITTEILUNG

Umweltverband Naturschutzinitiative e.V. (NI) lehnt B 54-Umgehung in Rennerod aus Naturschutzgründen ab!

Durchgangsverkehr für den Schwerlastverkehr sperren!

Foto: Naturschutzinitiative e.V. (NI). Diese gewachsene Kulturlandschaft würde durch die Umgehungsstraße zerstört.

Gemäß den aktuellen Aussagen in der regionalen Presse „sollten im abgelaufenen Jahr schon die Bagger für die ersten Erdarbeiten zum Bau der Umgehung Rennerod angerollt sein. Doch noch ist diesbezüglich alles ruhig im Hohen Westerwald“.

Diese Wortwahl ist nach Auffassung des Umweltverbandes Naturschutzinitiative e.V. (NI) sehr befremdlich, denn eigentlich sollte vielmehr die Ruhe im (Hohen) Westerwald geschätzt werden, die gleichermaßen auch den hohen Naturwert symbolisiert. Durch die Planungen für eine Umgehungsstraße in Rennerod ist dies alles jedoch hochgradig gefährdet.

„Die dramatischen und für jedermann offenkundigen Artenrückgänge müssten eigentlich zu der Erkenntnis führen, dass eine weitere Zerstörung von Natur und Landschaft nachdrücklich verhindert werden muss“, erklärte Dipl.-Biologe Konstantin Müller, Vorstand der NI.

Wie es auch bei anderen Bundesstraßen der Fall ist, hätte schon längst ein Nachtfahrverbot bzw. ein vollständiges Durchfahrverbot für den Schwerlastverkehr eingerichtet werden können. Es ist auch bemerkenswert, dass die anderen an der B54 gelegenen Orte von einem solchen Durchfahrverbot ebenfalls profitieren würden. „Eine Umgehungstraße nur für Rennerod würde für diese Orte aufgrund von induziertem, zusätzlichen Verkehr mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar zu einer zunehmenden Belastung führen“, so die NI.

Das westlich von Rennerod gelegene Gebiet umfasst weitläufiges Grünland, an das sich wertvolle Waldflächen anschließen. Durch die geplante Umgehungsstraße würden große Teile dieser Flächen versiegelt und zerstört, die Waldbereiche voneinander abgeschnitten und die angrenzenden Flächen des Vogelschutzgebietes „Westerwald“ erheblich beeinträchtigt. Dadurch würde die Eignung als Lebensraum für Wildtiere massiv beeinträchtigt. Während für das Vogelschutzgebiet „Westerwald“ verschiedene gefährdete Vogelarten als Zielarten gelistet sind, ist es gleichermaßen Lebensraum anderer Tiere und darunter auch solcher, die gemäß der europäischen FFH-Richtlinie geschützt sind. „Darunter fällt z.B. die Europäische Wildkatze, deren Lebensraum nicht beeinträchtigt oder sogar zerstört werden darf. Das haben wir hier bei der streng geschützten Art sehr genau im Blick“, betonte Wildkatzenexpertin Gabriele Neumann, NI.

Gleichermaßen stellt das Gebiet einen wichtigen Naherholungsraum dar, der u.a. auch den Westerwaldsteig mit einschließt. Das politische Drängen auf den Bau einer Umgehungsstraße und die Verkehrspolitik allgemein hält die NI in jeglicher Hinsicht für wenig verantwortlich.

Neben intakten Waldflächen spielt auch Grünland eine wesentliche Rolle für den Schutz des Klimas. Alle Meldungen von Seiten der Politik bezüglich Klimaschutz bleiben inhaltslos und Makulatur, wenn man die tatsächlichen Entwicklungen beobachtet. Anstatt sich auf lokaler und auch übergeordneter Ebene dafür einzusetzen, eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung zu erreichen, gehen die Stimmen weiter in Richtung von noch mehr Naturzerstörung.

Die Thematik der Umgehungsstraße Rennerod steht beispielhaft dafür, dass sich die Verkehrspolitik insgesamt ändern muss, damit die Natur, die den Menschen eine Lebensgrundlage bietet, nicht weiter zunichte gemacht wird.

Der Umweltverband Naturschutzinitiative e.V. (NI) hat im Rahmen der „ergänzenden Offenlage“ mit Hilfe juristischer Unterstützung eine umfassende naturschutzfachliche Stellungnahme zu den Planungen abgegeben. „Im Falle einer Genehmigungserteilung wird die NI die weiteren rechtlichen Schritte einschließlich einer Klage prüfen und auch durchführen“, so Konstantin Müller und Gabriele Neumann.

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