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14.01.2021 - PRESSEMITTEILUNG

Umweltverband Naturschutzinitiative e.V. (NI) fordert Schutz des Haselhuhns

Erneuter Haselhuhnnachweis im Bereich Kuhlenberg/Freudenberg

Ein stattlicher Haselhuhn-Hahn - Foto: istockphoto © DamianKuzdak

Im Bereich Kuhlenberg/Freudenberg gelang dem Haselhuhnexperten Dipl.-Ing. Gerhard Bottenberg, Länder- und Fachbeirat des Umweltverbandes Naturschutzinitiative e.V. (NI), erneut ein Nachweis des seltenen Haselhuhns.

Das Haselhuhn ist wohl die seltenste und bedrohteste Art im Siegerland, in ganz Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz und vom Aussterben bedroht. Das Haselhuhn ist eine sehr scheue Art, die sich meist in der Deckung des Unterholzes aufhält, weswegen dieses nur wenige Leute zu Gesicht bekommen.

„Auch wenn ich seit Jahren nach indirekten Nachweisen des Haselhuhns - wie z.B. Spuren suche -, so wird der Nachweis bei einer so seltenen Art wie dem Haselhuhn oft bezweifelt. Deshalb bin ich umso glücklicher, dass Dr. Franz Müller aus Gersfeld, ein international bekannter Haselhuhn- und Spurenexperte, mir diesen Fund bestätigte“, so NI Länder- und Fachbeirat Gerhard Bottenberg. Der Fund sei auch sehr plausibel, da dem Experten in dem Gebiet schon 2016 ein Spurfund gelang und Gerhard Bottenberg zudem das große Glück hatte, vor Weihnachten wieder eine Sichtbeobachtung zu erzielen. Die neuen Nachweise sind äußerst bedeutend, da der letzte Sichtnachweis im Gebiet im Jahre 2010 erfolgte und die Naturschutzbehörden deshalb schon von einem Verschwinden der Art ausgegangen seien.

„Das Haselhuhn ist für Deutschland vergleichbar mit dem Schneeleoparden am Himalaja, eine äußerst bedeutende und bedrohte Art, für die alles getan werden muss, damit sie nicht ausstirbt. Das Rheinland bewohnt sogar eine eigene Unterart. Leider reagiert sie auch empfindlich gegenüber einer Industrialisierung des Waldes durch Windkraftanlagen“, so Dipl.-Biologe Immo Vollmer, Naturschutzreferent der NI.

Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) fordert daher sofortige und entschiedene Hilfsmaßnahmen, den Schutz des Gebietes als EU-Vogelschutzgebiet und den Verzicht auf Windkraftplanungen in Haselhuhnhabitaten so wie aktuell am Kuhlenberg bei Freudenberg.

„Da von benachbarten Höhen und Tälern in einem 5 Kilometer Umkreis auch weitere Funde aus den letzten 5 Jahren existieren, wird das Gebiet zu den letzten Gebieten in Nordrhein-Westfalen (NRW) gehören, wo noch Haselhühner vorkommen. Auch gibt es Funde aus dem südlich in Rheinland-Pfalz benachbarten Vogelschutzgebiet „Westerwald“, die mit den Vorkommen bei Freudenberg in Verbindung stehen dürften“, erklärte Dipl. Biologe Immo Vollmer, Naturschutzreferent der NI.

Das Land NRW und der Kreis Siegen-Wittgenstein müssten nun tätig werden, fordert der Naturschutzverband. Da NRW zum Schutz der Anhang 1 Art der europäischen Vogelschutzrichtlinie verpflichtet ist und in seiner Biodiversitätsstrategie die hohe eigene Verantwortung für das Haselhuhn hervorhebt, müsse das Land und die Vogelschutzwarte im LANUV jetzt Taten folgen lassen, so der Umweltverband. Denn in mehreren Fachpublikationen hätten auch Mitarbeiter der Behörde zuletzt festgestellt, dass eine sofortige Einleitung von Sicherungsmaßnahmen bei sicheren bzw. fachlich anerkannten Nachweisen notwendig seien.

Entsprechende Konsequenzen wären auch schon bei dem 2016 gemeldeten Fund und einem weiteren, ebenfalls von Gerhard Bottenberg aus 2017 am benachbarten Höhenzug Knippen dokumentierten Fund erforderlich gewesen. Passiert sei bisher aber leider nichts.

„Wir fordern daher, dass das Land endlich konkretisiert, wie es der Bedeutung des Waldgebietes südlich Freudenberg gerecht werden kann. Neben einer Maßnahmenplanung wie in Vogelschutzgebieten ist auch eine tatsächliche Handlungsumsetzung sowie die Nachmeldung eines Europäischen Vogelschutzgebietes dringend erforderlich“,  so Immo Vollmer und Gerhard Bottenberg.

 
Foto Wald: Gerhard Bottenberg / Wald

Das Bild aus dem Waldgebiet des Kuhlenberg bei Freudenberg zeigt ein typisches Waldbild mit vielen Deckungsstrukturen, in dem sich das Haselhuhn wohl fühlt. Es erklärt vielleicht auch, warum das in der Deckung lebende Tier nur äußerst selten zu sehen ist.

 

 

 

 

 

 

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