01.07.2020 - Klartext

Bergbäche und Bachauen

Von Michael HahlMichael Hahl Michael Hahl M.A. ist Geograph und führt ein Fachbüro mit den Schwerpunkten Geoökologie, Landschaftsschutz und Geotourismus und gehört dem Wissenschaftlichen Beirat der NI an.

Wie die großen Flussauen, so erfüllen auch die Mittelgebirgsbäche und kleineren Bergflüsse sowie deren Bachauen vielfältige Funktionen mit ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Komponenten. Daraus ergeben sich hohe Anforderungen für Gewässerschutz und Landnutzung.

Weich- und Hartholzauen

Biogeographisch betrachtet entwickeln sich im Überflutungsbereich der Bachläufe die Weichholzauen, vor allem mit Schwarzerlen, an die sich die von Grundwasserschwankungen beeinflussten Hartholzauen anschließen: Erlen, Eschen, Hainbuchen, Eichen, Traubenkirschen.

Die meisten Hartholzauen an Bergbächen werden längst landwirtschaftlich genutzt und vielfach als Mähwiesen kultiviert oder beweidet. Bachauenwiesen bilden artenreiche Ersatzgesellschaften, dennoch wären Hartholzauen der naturgemäße Lebensraum. Auch die oft nur noch spärlichen Erlensäume an den Bachufern sind Relikte einst größerer Weichholzauen mit von der Hochwasserdynamik abhängiger Habitatvielfalt.

 

Weiterlesen


Ansprechpartner:

Michael Hahl M.A., Geograph
Geoökologie, Biogeographie, Landschaftsschutz

mehr über Michael Hahl
© Naturschutzinitiative e.V. (NI) | Wir schützen Landschaften, Wälder, Wildtiere und Lebensräume
Headline

here be text