Bergbäche und Bachauen
Wie die großen Flussauen, so erfüllen auch die Mittelgebirgsbäche und kleineren Bergflüsse sowie deren Bachauen vielfältige Funktionen mit ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Komponenten. Daraus ergeben sich hohe Anforderungen für Gewässerschutz und Landnutzung.
Weich- und Hartholzauen
Biogeographisch betrachtet entwickeln sich im Überflutungsbereich der Bachläufe die Weichholzauen, vor allem mit Schwarzerlen, an die sich die von Grundwasserschwankungen beeinflussten Hartholzauen anschließen: Erlen, Eschen, Hainbuchen, Eichen, Traubenkirschen.
Die meisten Hartholzauen an Bergbächen werden längst landwirtschaftlich genutzt und vielfach als Mähwiesen kultiviert oder beweidet. Bachauenwiesen bilden artenreiche Ersatzgesellschaften, dennoch wären Hartholzauen der naturgemäße Lebensraum. Auch die oft nur noch spärlichen Erlensäume an den Bachufern sind Relikte einst größerer Weichholzauen mit von der Hochwasserdynamik abhängiger Habitatvielfalt.
