Überragendes öffentliches Interesse für ein Bauen gegen Natur? Nein!
Infrastrukturprojekte per Gesetz zum „überragenden öffentlichen Interesse“ zu erheben, um sie gegen Natur noch leichter durchzusetzen, ist pervers. Denn es gibt nur ein überragendes öffentliches Interesse für Alle: Natur – unsere entscheidende Lebensgrundlage.
Es ist katastrophal für unsere Lebensgrundlagen, wenn Infrastrukturprojekte, Baugebiete, Straßen, alle Energieanlagen jetzt einfach per Gesetz zum „überragenden öffentlichen Interesse“ erhoben werden.
Das geht brutal gegen unsere Natur vor und hebelt demokratische wie sachlich vernünftige Standortsabwägungen weitgehend aus. Immer neue Bauprojekte werden durch diesen ‚bösen Trick‘ einfach per Gesetz über unsere Natur gestellt, auf die man jetzt noch weniger Rücksicht nehmen muss. Dabei gibt es doch nur ein „überragendes öffentliches Interesse“: Die unverbaute Natur – unsere alles entscheidende Lebensgrundlage. Vergessen wir das bitte nie.
Geldzahlungen als „Ablass“
Selbstverständlich sind in moderner Gesellschaft Kompromisse und Abwägungen nötig. Eine gute Infrastruktur ist wichtig, darf aber nicht automatisch und überall mit Freifahrtschein über allem stehen, schon gar nicht über intakten
Lebensräume
Lebensräume Wir schützen Lebensräume! Bedrohte Vielfalt schützen und erhalten!n. Durch die neuen Gesetze aber werden Rücksichtnahmen erschwert und teils ausgehebelt. Statt vorsorgender Vermeidung von Eingriffen in Natur und Landschaft und notfalls Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sind nur noch Geldzahlungen als „Ablass“ vorgesehen. Eine fallweise wichtige Ablehnung manch zerstörerischer Projekte wird fast unmöglich gemacht. Das ist eine neue große Umwelt-Katastrophe, die voller Unbildung menschengemacht und unnötig ist. Nicht mal aus Not ums Überleben geschieht das, sondern in einem der reichsten und scheinbar gebildetsten Ländern der Welt vergisst man, woher man kommt und wovon man wirklich abhängt: Naturvergessen !?
Dass die Gesetze unter dem pseudo-sympathischem Deckmantel von „Beschleunigung“ und „Bürokratieabbau“ vermarktet werden, ist besonders perfide. Natürlich will niemand Bürokratie oder vermeintliche Langsamkeit. Aber Natur ist keine Bürokratie, braucht Zeit und Raum – das ist zentral für Leben. Daher müssten eigentlich alle Infrastrukturprojekte kritischer denn je geprüft und auch mal abgelehnt werden dürfen, statt sie wie jetzt per Gesetz quasi über alles zu stellen.
Zerstörung wird zum Gesetz, Natur verliert an Gesetzesrang. Das ist wirklich pervers.
Das zeigt eine tiefe ökologische Unbildung vieler Entscheidungsträger, aber auch den Einfluss von einseitigen Wirtschaftslobbyisten. Wir arbeiten dagegen so gut wie nur können: Verzweifelt, aber mutig und doch positiv FÜR Natur als „überragendes öffentliches Interesse“ – mit Fakten, umfassendem Bildungsangebot und Motivation, die wir weitertragen, die unermesslichen Wunder des Lebens doch wieder zu erfahren, zu genießen, und sie gegen den Unsinn der Zeit zu schützen. Für ein besseres Morgen.
Nicht noch mehr Straßen, Baugebiete, Windräder müssen in die Landschaft geprügelt werden, sondern wieder mehr Schmetterlinge sollten auf bunten Wiesen leben, Gewässer frei fließen, tiefe
Wälder
Wälder Wir schützen Wälder! Wälder sind zumeist die naturnahesten Biotope und wertvolle, nicht ersetzbare Lebensräume für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen. Wald ist mehr als nur Holz. unzerschnitten in eine gute Zukunft getragen werden. Natur ist alles, dagegen ist alles nichts. Über Leben!
Anlässlich der bisherigen Windkraft/Energie-Beschleunigungsgesetze und der zudem im Juni 2026 beschlossenen Infrastruktur-Beschleunigungsgesetze in Deutschland (z.B. Bericht dazu z.B. ARD-Tagesschau:
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/infrastrukturzukunftsgesetz-100.html
(Nahe der Natur – Museum für Naturschutz, www.nahe-natur.com), erschienen unter www.nahe-natur.com/Zitate 27. Juni 2026, gültig über den Tag hinaus.
