Der Rothirsch – König des Waldes oder Forstschädling?
Der Europäische Rothirsch ist das größte, freilebende Säugetier unseres Landes. Nachdem Auerochse, Wisent, Elch und das europäische Wildpferd in unserem Land bereits vor Jahrhunderten ausgerottet wurden, sind Rothirsche die letzten Vertreter der Gilde der großen Pflanzenfresser im mitteleuropäischen Wald.
Biologisch bezeichnet der Begriff Rothirsch, alle Tiere der Art Cervus elaphus beiderlei Geschlechts. In der in Jahrhunderten durch sorgfältige Naturbeobachtung entwickelten, bildreichen Fachsprache der Jäger wird die Gesamtheit aller Tiere dieser Wildart als Rotwild bezeichnet. Mit (Rot-) Hirsch benennen die Jäger ausschließlich die ausgewachsenen, männlichen Tiere, während die weiblichen Tiere Hirschkuh oder schlicht „Tier“ heißen.
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Wenn Rehe blind sind vor Liebe – im Hochsommer ist die Paarungszeit der Rehe
Von Dr. Jörg Brauneis / „Den Bock verwirrt der Sonne Glut, den Hirsch die kalte Nacht!“. Dieser alte jagdliche Merkvers beschreibt die Tatsache, dass die Paarungszeit (Brunftzeit) der Rehe in den heißesten Tagen des Sommers, die Brunft des Rotwildes, der Hirsche, aber in den kalten Nächten Ende September stattfindet.
Das Sterben im Walde
Von Dr. Jörg Brauneis / Vom Verlust an Biodiversität durch falsches Wildtiermanagement Es tobt ein Krieg in Deutschlands Wäldern. Geführt wird dieser Krieg von der Forstwirtschaft gegen die letzten großen, wild lebenden Pflanzenfresser, die Europäischen Rothirsche und die Rehe.
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