15.01.2026 - Neuigkeiten

Windenergie an den Drei Eichen: Maß- und Rücksichtslosigkeit

Begrüßungsrede und Multivisionsvortrag vom Landesvorsitzenden der NI, Harry NeumannHarry Neumann Vorsitzender der Naturschutzinitiative e.V. (NI) , am 13.01.2026 in Helferskirchen

Die Umwandlung von WälderWälder Wir schützen Wälder! Wälder sind zumeist die naturnahesten Biotope und wertvolle, nicht ersetzbare Lebensräume für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen. Wald ist mehr als nur Holz.n und noch naturnahen LebensräumeLebensräume Wir schützen Lebensräume! Bedrohte Vielfalt schützen und erhalten!n in Energieindustriegebiete stellt eine der größten zusätzlichen Gefahren für die Biodiversität und damit für die Lebensgrundlagen von Menschen und Tieren dar. Daher verträgt der Westerwald keine weiteren Windindustrieanlagen mehr. Die einseitige Bedienung der finanziellen Interessen der Windkraftindustrie gegenüber allen anderen gesellschaftlichen Belangen birgt eine ungeheure Sprengkraft für den sozialen Frieden und schadet dem Natur-, Arten- und Landschaftsschutz.

Windenergie an den Drei Eichen:

Maß- und Rücksichtslosigkeit

Die Pläne des Vorhabenträgers, evm, sind aus folgenden Gründen besonders maß- und rücksichtslos:

  • Die „Maßlosigkeit“ besteht in der weiträumigen Landschaftszerstörung durch die fast 300 m hohen Anlagen, die „Rücksichtslosigkeit“ zeigt sich in der Industrialisierung von wertvollen Waldregionen, die noch vor wenigen Jahren undenkbar erschien.
  • Zwei dieser Anlagen sollen mitten im FFH-Gebiet „Westerwälder Kuppenland“, einem europäischen Schutzgebiet, errichtet werden.
  • Regionalplanung:  sieht hier keine Vorrangflächen für Windkraft vor.
  • „Fachbeitrag Artenschutz“ der Landesregierung: danach sollen hier gar keine Windindustrieanlagen aufgestellt werden, da es sich um Waldflächen mit hoher Bedeutung für den Rotmilan und für Fledermäuse handelt
  • Mindestens zwei der geplanten Anlagen sollen so nahe an geschützten Quellbächen errichtet werden, dass durch die enormen Fundamente und Bodenveränderungen eine Zerstörung des naturnahen Quellbachcharakters unvermeidbar erscheint.
  • Eine weitere Anlage ist innerhalb eines Wasserschutzgebietes geplant, das der Trinkwassergewinnung dient. Eine Havarie der WIA im Einzugsbereich der Brunnen werde zum Verlust der Trinkwassergewinnung führen.

Industrialisierung unserer Wälder stoppen

Einer der größten Angriffe auf unsere Lebensräume und  LandschaftenLandschaften Wir schützen Landschaften! Landschaft ist eine wichtige Grundlage für Biodiversität.  stellt die maß- und zügellose Industrialisierung unserer Wälder durch Windenergieanlagen dar. Wälder, die das Klima schützen, werden zerstört, ein Widerspruch in sich.

Eine derart brachiale Gewalt und Geschwindigkeit beim Ausbau der „Erneuerbaren Energien“ muss zwangsläufig zu einem ökologischen Scherbenhaufen für unsere Ökosysteme und die Biodiversität führen.

Windräder im Wald sind immer ein großer Schaden

Windräder im Wald sind immer ein großer Schaden. Auf Kalamitätsflächen sind sie aber aus den genannten Gründen besonders sensibel und schlimm. Forderungen, auf „Kalamitätsflächen“ zu bauen, weil sie ja gerade scheinbar baumfrei sind, zeugen von erschreckender waldökologischer Sachkenntnis. Denn sie gehören zu einem Wald dazu.

Keine Lobby mehr für die Natur

Die Bedeutung der Biodiversität und des Artenschutzes wird von der Regierungskoalition offensichtlich ignoriert und sogar konterkariert. Die Natur hat bei keiner Partei mehr eine Lobby. Als anerkannter Natur- und Umweltschutzverband und Anwalt der Natur stellen wir uns mit unseren Forderungen vor das, was sich selbst nicht wehren kann. Von der Bundesregierung erwarten wir, dass die beschlossenen Gesetzesänderungen rückgängig gemacht werden und das EEG vollständig abgeschafft wird. Wir fordern Achtung und Demut gegenüber allem, was lebt.

Sehnsucht nach unberührter Natur – Mut zeigen

Wir brauchen wieder mehr Mut zur Natur und wir brauchen den Mut, unsere Standpunkte friedlich und ohne Angst öffentlich zu vertreten. Wir dürfen es nicht zulassen, dass sich langsam aber stetig in der sogenannten Energiewende-Diskussion eine „Cancel Culture“ einschleicht, die unsere Demokratie, unsere Freiheit und den Rechtsstaat bedroht. Und wir brauchen den Mut von Ehrenamtlern und von Wissenschaftlern an Hochschulen und Universitäten, der Drittmittelförderung zum Trotz, dem Schutz der Biodiversität wieder eine starke Stimme zu geben.

Wir brauchen wieder Debatten, wir brauchen wieder Diskurse, die auf Fakten basieren statt auf künstlich aufgebauschten und gezielt angefeuerten Emotionen. Wir brauchen eine neue Sachlichkeit, die andere Meinungen nicht als Gefahr für den Machterhalt, sondern als gesellschaftliche Chance und Bereicherung sieht. Die Diskurse mit Empathie verbindet und sich dem anderen gegenüber respektvoll verhält. Und friedlich ist.

Es gibt eine Sehnsucht nach unberührter Natur. Es gibt eine Sehnsucht, unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Es gibt eine Sehnsucht, in Frieden und in Einklang mit unserer Mutter Erde zu leben.

Lassen Sie uns gemeinsam den Mut aufbringen, uns nicht einschüchtern und mundtot machen zu lassen. Wir werden uns auch weiterhin für eine naturverträgliche Politik und für den Schutz unserer Landschaften, Wälder, WildtiereWildtiere Wir schützen Wildtiere! Unser ganzes Herz schlägt für den daseinsbedingten Schutz von Wildtieren. und Lebensräume einsetzen. Damit nicht aus der sogenannten „Wertschöpfung“ eine Schöpfung ohne Wert wird.

Im Anschluss an seine Rede präsentierte Harry Neumann den Teilnehmern einen sehr berührenden Multivisionsvortrag, der die brutale Zerstörung unserer Wälder durch Windenergieanlagen vor Augen führte. Der erste Teil zeigt die Natur in ihrer vollen Schönheit, im zweiten Teil wird das Ausmaß der Zerstörung sichtbar gemacht.

Multivisionsvortrag auf YouTube


Ansprechpartner:

Harry Neumann
Vorsitzender

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