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22.02.2024

Die Amphibienwanderung hat begonnen

NI-Tipps zum Umgang mit Amphibien

Feuersalamander (Salamandra salamandra)

Aufgrund der milden Witterung in der letzten Zeit ist die Wanderung der frühlaichenden Amphibien wie Erdkröte und Grasfrosch schon voll im Gange.

Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) empfiehlt, beim Aufenthalt an Gewässern und speziell im Umgang mit Amphibien zur Verhinderung der Übertragung von seuchenartig verlaufenden Krankheitserregern, so z.B. Batrachochytrium salamandrivorans (Kurzform: BSAL) bei den Feuersalamandern, aber auch bei allen anderen Amphibien, die nachfolgenden Hygieneregeln einzuhalten:

  • Amphibien sollten nicht angefasst werden. Ausnahmen dieser Regelung sind nur auf absolut notwendige Rettungsmaßnahmen, so z.B. an Straßen zu beschränken. Die Hände sollten zuvor desinfiziert oder ggf. Nitril-Einweghandschuhe (keinesfalls Latex) getragen werden.
  • Amphibienretter sollten immer Eimer, Nitril-Einweghandschuhe und spezielle Desinfektionsmittel bei sich führen (s. Hinweise in den Links). Kopflampe und reflektierende Kleidung dienen ebenso der eigenen Sicherheit, wie die Regelung, die Amphibienrettung an stark befahrenen Straßen immer mit mindestens zwei Personen durchzuführen.
  • Land- und Wasserlebensräume der Amphibien, hierzu zählen u.a. alle Fließ- und Stillgewässer, Bachauen, Waldteiche und Wiesenblänken, kleinere Tümpel und sumpfige Wiesen aber auch Höhlen und Stollen, sind als Ökosysteme gefährdeter Arten zu respektieren und sollten möglichst nicht betreten werden. Bei besonderem Anlass, so bei Untersuchungen oder Hilfsmaßnahmen sind Hygienemaßnahmen wie Desinfektion von Stiefeln und Arbeitsgerät unbedingt erforderlich (Detailhinweise s. nachfolgende Links). Der Wechsel zwischen verschiedenen Gewässern sollte möglichst unterbleiben und auch bei Bildungsveranstaltungen (auch mit Kindern) sollte das Gewässer zur Laichzeit möglichst nicht betreten werden.

Die Bitte auf den Wegen zu bleiben richtet sich dabei nicht nur an Wanderer oder Mountainbiker, auch Reiter und Hundebesitzer müssen ihre Tiere jetzt von den Gewässern fernhalten und möchten bitte auf den Wegen bleiben bzw. ihre Hunde an der Leine führen.

Nach Einschätzung der IUCN (International Union for Conservation of Nature) sind Amphibien die weltweit am stärksten bedrohte Wirbeltierklasse. In den letzten Jahrzehnten werden weltweit gehäuft seuchenhaft verlaufende Infektionskrankheiten registriert, die als Ursache für beobachtete Populationsrückgänge bis hin zur Vernichtung einzelner Populationen und sogar von Arten infrage kommen.

Die Amphibien haben unter den letzten Dürrejahren zudem besonders gelitten. Daher ist es jetzt umso wichtiger, intakte Feuchtlebensräume zu erhalten und zum Schutz der Amphibien auch neue Laichgewässer zu schaffen. Hierzu zählt auch die Ausweisung von großflächigen Retentionsflächen entlang von naturnahen Auenlandschaften und die Anlage von geeigneten Laichgewässern.

Gerade jetzt in der Wanderphase sind Verluste an Straßen weiter zu minimieren. Dabei ist es nach Auffassung des NI-Naturschutzreferenten, Dipl.-Biologe Immo Vollmer wichtig, diese Verlustminimierung als öffentliche Aufgabe der Straßenunterhaltung zu begreifen. Auch hierbei muss das Verursacherprinzip gelten. Feste und regelmäßig gewartete Leiteinrichtungen der Amphibienwanderung sind von dort aus zu installieren und zu warten. Die Vermeidung von Verkehrsopfern kann dagegen nicht alleine in den Verantwortungsbereich ehrenamtlicher Naturschützer geschoben werden.

Mehr Infos:

Amphibienkrankheiten - Handreichung der Uni Trier

LANUV: Hygieneprotokoll und Praxistipps zur Verhinderung der Übertragung von Krankheitserregern

Feuersalamander Hessen – Artenschutzprojekt für die Populationen des hessischen Feuersalamanders

Ungewöhnlich fleckiges Erdkröten-Männchen an einem Amphibien-Schutzzaun. Ob krank oder gesund, beim Anfassen der Tiere sind besondere Sicherheitsmaßnahmen zu beachten. - Foto: Immo Vollmer

 

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