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16.06.2021

Baden-Württemberg

Erneut erschlagener Rotmilan bei WEA Hilpensberg/Pfullendorf

Rotmilan-Schlagopfer bei Hilpensberg/Pfullendorf – Foto: Margret Bures

Nach den Zufallsfunden eines von den Windenergieanlagen (WEA) erschlagenen Mäusebussards (2019) und drei Rotmilanen (2020) wurde am 14.04.2021 ein weiterer weiblicher Rotmilan von einer Spaziergängerin zwischen den WEA 1 und WEA 2 bei Hilpensberg/Pfullendorf (Kreis Sigmaringen, Baden-Württemberg) tot aufgefunden. Dies teilte das NI-Mitglied Margret Bures aus Pfullendorf mit.

Der tote Vogel wurde am 16.4.2021 bei der STUA Aulendorf zur Untersuchung eingereicht. Als Todesursache waren Blutungen in die Lunge und im Bereich des Thorax nachweisbar. Die beschriebenen Läsionen sprechen für ein stumpfes Trauma. Der Schlagopferfund wurde von der Unteren Naturschutzbehörde an die Schlagopferkartei der Vogelschutzwarte Brandenburg gemeldet. 

Wie Frau Bures berichtete, wurde der Windpark in einem Rotmilan-Dichtezentrum unter einem Auflagenvorbehalt zur Anordnung von „erforderlichen und verhältnismäßigen“ Maßnahmen zum Schutz von Arten genehmigt. So wurden seit 2018 Abschaltungen der WEA bei landwirtschaftlicher Feldbearbeitung angeordnet. Die getroffene Vermeidungsmaßnahme durch Abschaltzeiten erfüllt damit nicht die beabsichtigte Wirkung. So wurden die 2018 angeordneten Abschaltzeiten immer weiter reduziert, nachdem der Betreiber ein fragwürdiges Gutachten vorgelegt hatte, welches belegen soll, dass die Milane die Anlagen meiden.  Auch eine erneute Ausweitung der Abschaltzeiten verhinderte in diesem Dichtezentrum der Rotmilanverbreitung nicht die fortwährenden Schlagopfer. 

Gerade im Moment, wo staatliche Behörden die Aufgabe artenschutzrechtlicher Restriktionen zur Beschleunigung des Windkraftausbaus fordern, zeigt dieses nach Auffassung der Naturschutzinitiative e.V. (NI) wozu es führen kann, wenn WEA ohne eine belastungsfähige artenschutzrechtliche Prüfung gebaut werden. Leider geben im Moment auch viele der alten Naturschutzverbände dem Druck derer nach, die kompromisslose Maßnahmen zur „Rettung des Weltklimas“ ohne Rücksicht auf Natur und Landschaft fordern. Die NI geht davon aus, dass die hier dokumentierten Zustände auch nicht im Interesse der Windkraftbetreiber oder der schwarz-grünen Landesregierung in Baden-Württemberg sind, da dieses zum einen eine Negativwerbung für die Windkraft ist, zum anderen wird so die europarechtlich zu beachtende Belastungsgrenze der Rotmilan-Population vorschnell erreicht. Sie wäre es schon lange, wenn jede WEA wie hier im Durchschnitt pro Jahr mehr als zwei Rotmilane oder Bussarde töten würde. Da alle Totschläge in der Brut- und Aufzuchtzeit erfolgten, geht mit dem Tod eines Elterntieres auch der Verlust der Brut einher. Der „Normalwert“ für eine durchschnittliche WEA beträgt etwa 1,3 erschlagene Rotmilane alle 10 Jahre (Progressstudie 2016). Bei über 30.000 Windenergieanlagen in Deutschland und etwa ebenso viel brütenden Tieren (ca. 15.000 Brutpaare) in Deutschland ist dieses ein schon völlig inakzeptabler Wert, denn es gibt noch weitere Verlustursachen beim Rotmilan, auch wenn die Verluste an WEA an erster Stelle stehen.

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