Grausiger Fund unter Windrad: Seltener Gänsegeier stirbt im Allgäu
ALLGÄUER ZEITUNG / „Eine Spaziergängerin entdeckt unter einem Windrad einen toten Gänsegeier. Experten sprechen von einem außergewöhnlichen Fund. Jetzt wird der Kadaver untersucht.“
„Der prächtige Vogel, ein junger Gänsegeier mit einer Flügelspannweite von fast 2,80 Metern, ein seltenes Tier, das nur gelegentlich über die Alpen nach Deutschland gelangt. Sein Leben endete an einem Windrad bei Lauchdorf im Ostallgäu. Die Rotorblätter durchtrennten seine Beine. Das schwer verletzte Tier verendete qualvoll.
Das ist die Realität hinter der angeblich „grünen“ Energie. Windkraftanlagen werden als umweltfreundlich verkauft, doch für zahllose Vögel und Fledermäuse bedeuten sie den Tod. Der NABU geht davon aus, dass jedes Jahr rund 100.000 Vögel an Windkraftanlagen sterben. Die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen, weil die meisten Kadaver nie gefunden werden.
Während Politik und Energielobby von Naturschutz sprechen, werden immer mehr Landschaften industrialisiert. Wälder werden gerodet, Lebensräume zerstört und riesige Windparks in bisher unberührte Gebiete gesetzt.
Gegen Rotorblätter, deren Spitzen Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h erreichen, haben selbst große Greifvögel keine Chance. Der junge Gänsegeier hätte bis zu 40 Jahre alt werden können. Stattdessen wurde er zu einem weiteren Opfer einer Energiepolitik, die sich als ökologisch verkauft.“
Weitere Informationen zum Thema Windkraft und Artenschutz, u.a. auch Gänsegeier-Verlust-Zahlen auf der Seite von Dr. Wolfgang Epple: