Kritik an anonymen Leserbriefen „Windenergie“ im WW-Kurier
In der Internetausgabe des „WW-Kurier“ erschienen am 08.06.2026 zwei anonyme Leserbriefe zum Thema „Windenergie“. Es ist in der bundesweiten Presse nicht üblich, anonyme Leserbriefe zu veröffentlichen. Im Gegenteil: Fast alle Presseorgane lehnen dies in ihren Statuten ab.
An diesem Vorgehen wurde Kritik geübt, unter anderem vom Leser Merten Roettig, dessen Leserbrief an den WW-Kurier wir mit seiner Zustimmung veröffentlichen dürfen:
Antwort auf die anonymen Leserbriefe im WW-Kurier vom 08.06.2026
Der anonyme Verfasser der Leserbriefe “Für Klarheit, Verantwortung und eine starke Zukunft” in der Ausgabe des Kuriers vom 08.06.2026 sollte sich an seinen eigenen Maßstäben messen lassen: “Klarheit” in Bezug auf seine Person und Name – “Verantwortung” im Hinblick auf die sozialen und rechtlichen Konsequenzen seines Handelns – “starke Zukunft” im Hinblick auf ihn selbst.
Der Verfasser glaubt offenbar in erster Linie an seine Meinungen, seine eingeschränkte Sicht und Unwissenheit in der Sache. Wie sonst wäre es zu verstehen, dass er längst belegte Tatsachen und renommierte Studien als unwahr bezeichnet und seine Ansichten offenbar als alternativlos betrachtet? Sein süffisanter Stil allein stößt hinlänglich ab. Jedem gegenüber, der sich mit WEAs auch nur anfänglich befasst hat, offenbart sich der Verfasser zudem als grundlegend uninformiert und inkompetent. Verständlich wird daher, dass sein Schreiben mangels Sachkenntnis aus dem Versteck der Anonymität auf persönliche Diffamierung von Personen und der BI “Erhaltet unsere Natur und
Wälder
Wälder Wir schützen Wälder! Wälder sind zumeist die naturnahesten Biotope und wertvolle, nicht ersetzbare Lebensräume für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen. Wald ist mehr als nur Holz.” zielt.
Damit disqualifiziert er sich selbst als ernst zu nehmender Gesprächspartner. Vor allem aber nährt er die Vermutung, dass es sich bei ihm um jemanden handelt, der möglicherweise schon vorher fragwürdige Mittel zur Durchsetzung seiner Ziele angewandt hat. Die Bürgermeister der Gemeinden und der Verbandsbürgermeister in Selters wären also gut beraten, wenn sie öffentlich dazu Stellung nähmen, um nicht selbst in den Verdacht als Verfasser zu geraten. – Wer sollte unter dem Deckmantel der Anonymität diese Leserbriefe verfassen, die den Straftatbestand der “üblen Nachrede” erfüllen, wenn er nicht als Vertreter der Bürgerschaft Konsequenzen zu fürchten hätte? Als Privatperson ließe sich das vielleicht noch unter “Meinungsfreiheit” abwickeln – nicht jedoch als Mandatsträger.
Ich kenne bisher nur die Presseregel, dass anonyme Leserbriefe nicht veröffentlicht werden. Es ist mir daher unverständlich, warum der WW-Kurier dies dennoch tut und sich damit zum Dienstleister von jemandem macht, der gegen Gesetz und gute Sitten verstößt. Welches Interesse hatte der WW-Kurier wohl in diesem Fall daran – “…ausnahmsweise … auch wenn uns der Autor namentlich bekannt ist.” ?
Dankbar für jedes Gespräch im Hinblick auf Klarheit, Verantwortung und eine starke Zukunft – des Dialogs!,
Merten Roettig, Quirnbach