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20.12.2022 – PRESSEMITTEILUNG

Naturschutzinitiative e.V. (NI)

Weltnatur- und Artenschutzkonferenz in Montreal - Kein historisches Ereignis, Reise mit ungewissem Ausgang

Moschusochse

„Einen Versuch ist es wert gewesen, das Artensterben verbindlich zu stoppen. Die 196 Länder der Staatengemeinschaft haben ihn auf der COP15 angestrebt. Der Erfolg hingegen ist ausgeblieben. Die auf der COP15 vereinbarten Ziele sind schwach, Vereinbarungen unverbindlich, Kontrollmechanismen kaum möglich, gesetzliche Regelungen existieren nicht“, erklärte Dipl.-Geographin Claudia Rapp-Lange, Referentin für Natur- und Artenschutz der Naturschutzinitiative e.V. (NI).

Die EU und Deutschland konnten sich mit ihren ehrgeizigen Zielen und finanziellen Unterstützungen zur Finanzierung der Ökosystemleistungen zum Schutz der Artenvielfalt nicht durchsetzen. Zahlreiche Länder beharren auf ihre Souveränität und fordern Flexibilität in der Umsetzung der Ziele. Es ist zudem sehr bedauerlich, dass es sich um kein völkerrechtlich verbindliches Abkommen handelt, so der Umweltverband.

„Transparenz und Verbindlichkeit bei der Umsetzung aller Schutzziele sucht man vergeblich. Die Fehler bei der Strategie zum Schutz der Biologischen Vielfalt der vergangenen Jahrzehnte wiederholen sich auch auf der COP15.  Die Weltgemeinschaft hat sowohl die auf der COP10 in Japan beschlossenen 20 „Aichi-Ziele“ als auch die Ziele der biologischen Vielfalt aus Rio de Janeiro aus dem Jahr 1992 weit verfehlt. Die Ziele der COP15 sind kein historisches Ergebnis, um das Artensterben zu stoppen, es ist eine Reise mit ungewissen Ausgang für die Artenvielfalt und die Biodiversität“, so Rapp-Lange.

Die Staatengemeinschaft habe jedoch erkannt, dass dringender Handlungsbedarf bestehe, die Zerstörung der Lebensräume und den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen. „Das begrüßen wir ausdrücklich“, betont Rapp-Lange.

Die zwingend notwendige Neuausrichtung der wirtschaftlichen Interessen am Erhalt des gesamten Ökosystems und der planetaren Belastbarkeitsgrenzen, in dem alle derzeit noch lebenden Arten einen Platz zum Überleben finden, sei leider ausgeblieben.

„Wir fordern zukünftig die Einrichtung von Ökosystemkonferenzen, die sicherstellen, dass alle Aspekte der „planetary boundaries“ zum Schutz der Ökosysteme und der Biodiversität berücksichtigt werden, nicht nur die der Klimaveränderung. Denn bei der Überschreitung der planetaren Belastungsgrenzen stellen die Zerstörung der Lebensräume, die Versiegelung, die industrielle Landwirtschaft und die massiven Stickstoff- und Phosphoreinträge die größten Gefahren dar“, erläutert Rapp-Lange.

„Die Bundesregierung muss daher im Sinne von „Mehr Naturschutz wagen“ erheblich nachbessern. Natur-, Arten-, Biodiversitäts- und Klimaschutz müssen das gemeinsame Leitbild allen politischen Handelns sein, denn ein ganzheitlicher Naturschutz und naturbasierte Lösungen sichern auch die vielfältigen Leistungen der Ökosysteme. Der Schutz von Ökosystemen ist dabei der wirkungsvollste Faktor, der auch zum Schutz und zur Stabilisierung des globalen Klimas beiträgt. Doch solange die Bundesregierung ihre Hausaufgaben im eigenen Land nicht macht, Vertragsverletzungsverfahren der EU in Kauf nimmt, unsere Wälder mit Windenergieanlagen industrialisiert, Lebensräume und Böden durch Freiflächenphotovoltaik zerstört, das eigene Naturschutzrecht schleift und die Rechte von Bürgern und Verbänden aushebelt, kann Deutschland kein Vorreiter für ein erfolgreiches Ende des Artensterbens und den Erhalt der Biodiversität sein“, so Harry Neumann, Bundesvorsitzender der Naturschutzinitiative (NI).

 

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