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Presse

08.06.2017 - PRESSEMITTEILUNG

Erneut toter Rotmilan unter einer Windenergieanlage im Westerwald!

Schon wieder wurden im Westerwald unter einer Windenergieanlage die Überreste eines getöteten Rotmilans gefunden. Unter einer Windenergieanlage am Hartenfelser Kopf (Westerwaldkreis) lag  der Flügel eines getöteten Rotmilans. Nach der Mitteilung des Fundes an die Naturschutzinitiative e.V. erfolgte eine entsprechende Meldung an die Kreisverwaltung, Untere Naturschutzbehörde, Montabaur. Der abgetrennte Flügel und die Fundstelle weisen darauf hin, dass der Vogel sehr wahrscheinlich von der Windenergieanlage geschlagen wurde.

Im Frühjahr 2017 wurden bereits zwei tote Rotmilane unter den Windenergieanlagen am Roten Kopf in Westerburg (Westerwaldkreis) gefunden, einer im April und der andere Ende Mai. Auch im Westerwald besteht durch Windenergieanlagen offensichtlich ein erhebliches Gefahrenpotential für diese Art. Es ist ohne jeden Zweifel nachvollziehbar, dass Rotmilane nicht rein zufällig tot unter Windenergieanlagen liegen.

Dass Schlagopfer beim Rotmilan sehr häufig sind, ist u.a. durch die Arbeit der Staatlichen Vogelschutzwarte in Brandenburg gut dokumentiert. Doch in vielen Teilen Deutschlands, wie auch in Rheinland-Pfalz, fehlt jedoch bedauerlicherweise ein gezieltes Monitoring, sodass insgesamt von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist. Wie sich aus weiteren Presseberichten zeigt, sind tödliche Kollisionen bei Rotmilanen keine Seltenheit; so wurden angrenzend zu Rheinland-Pfalz im Juni 2016 im Wildenburgerland (Oberbergischer Kreis) bzw. im März 2017 an der Kalteiche (Kreis Siegen-Wittgenstein) ebenfalls zerschlagene Rotmilane unter Windenergieanlagen aufgefunden. Im Waldbereich sind Totfunde des Rotmilans ebenfalls kein Einzelfall.

Weiterlesen: 08.06.2017 - Pressemitteilung

07.06.2017 - PRESSEMITTEILUNG

Schon wieder vergiftete Greifvögel zwischen Nohen und Reichenbach

Naturschutzinitiative e.V. (NI) und POLLICHIA erwarten konsequente Vorgehensweise der zuständigen Behörden

Am  4. März dieses Jahres hat ein Wanderer an der Nohener Traumschleife im oberen Bereich des Hohlbachs an der Gemarkungsgrenze zwischen Nohen und Reichenbach  einen verendeten Mäusebussard gefunden und dem Jagdpächter gemeldet. Bei der Suche nach dem Vogel wurde etwa 600 m weiter unten, im Taleinschnitt des Hohlbachs, ein weiterer verendeter Mäusebussard entdeckt. Da 2015 in der Nähe der Fundorte ein Rotmilan vergiftet wurde, bemühte sich die Naturschutzinitiative e. V., unterstützt von der Pollichia-Kreisgruppe, um eine toxikologische Untersuchung der Kadaver. Die Kreisverwaltung als Untere Naturschutzbehörde sah keine Notwendigkeit, eine Untersuchung auf ihre Kosten in Auftrag zu geben, genehmigte aber der Naturschutzinitiative, die Überprüfung auf eigene Kosten durchführen zu lassen und stellte eine eventuelle Kostenbeteiligung in Aussicht, mit der Begründung: „Das Auffinden von gleich zwei toten Tieren im engen räumlichen und zeitlichen Zusammenhang ist ja doch ungewöhnlich und lässt Raum, eine nicht natürliche Todesursache zu vermuten“.

Die deutschlandweite Suche nach einem Labor, das solche Untersuchungen durchführen kann, gestaltete sich schwierig. In einem Fall wurde sogar eine Untersuchung abgelehnt, weil man befürchtete, eine Vergiftung nachzuweisen, die man dann melden müsse.

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30.05.2017 - PRESSEMITTEILUNG

Uhu Brutpaar im „Windpark Arolsen“ muss geschützt werden! Naturschutzinitiative e.V. (NI) fordert Abschaltung der Windenergieanlagen!

In der Gemeinde Bad Arolsen brütete ein Uhupaar. Das Brutgeschäft hatte dort bereits Anfang April begonnen. Inzwischen sind die Jungen schon geschlüpft. Da die Nestlinge versorgt werden müssen, bringt die Nähe zu den Windenergieanlagen ihre Eltern in ständige Gefahr. Denn leider haben diese sich ihr Zuhause inmitten eines Windenergiegebietes gebaut. In unmittelbarer Nähe von zwei Windenergieanlagen (WEA) droht ihnen bei ihrer Jagd nicht nur direkte Kollision mit Rotorblättern, auch die akustische Beeinträchtigung durch den damit verbundenen Lärm ist für die nachtaktive Arte sehr problematisch.

Das zuständige Regierungspräsidium Kassel wurde von mehreren Seiten, u.a. auch von der Naturschutzinitiative e.V. (NI), sofort über diese neue Situation informiert.

Die NI bat mit Schreiben vom 07. April 2017 den Regierungspräsidenten, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Verbotstatbestände nach § 44 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) auszuschließen und die Abstandempfehlungen der Länderarbeitsgemeinschaft der Staatlichen Vogelschutzwarten (LAG-VSW) für die streng geschützten Uhus einzuhalten. Diesem sogenannten „Helgoländer Papier“ (2015) mit seinen wissenschaftlich basierten Abstandsempfehlungen von Horsten zu Windkraftanlagen und Nahrungshabitaten hatte auch die hessische Landesregierung im Mai 2015 zugestimmt.

In seinem Antwortschreiben hat der Regierungspräsident der NI gegenüber mitteilen lassen, die Vögel seien keiner besonderen Gefahr ausgesetzt, obwohl sich ihr Horst mit der Brut direkt innerhalb des unmittelbaren Gefahrenbereichs der WEA befindet.

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19.05.2017 - PRESSEMITTEILUNG

Windenergieanlage „Roter Kopf“ in Westerburg wird offensichtlich zur Todesfalle für den Rotmilan (Milvus milvus)

Unter einem der drei Windräder auf dem „Roter Kopf“ in der Verbandsgemeinde Westerburg ist ein getöteter Rotmilan gefunden worden. Aufmerksame und sachkundige Bürger entdeckten die zerfetzten Teile des streng geschützten Tieres und informierten die Naturschutzinitiative e.V. (NI).

Von dem Rotmilan wurde der Rumpf mit anhängendem linken Flügel gefunden, der Kopf und der andere Flügel waren abgetrennt. Beim weiteren Absuchen der Umgebung konnten noch Teile des anderen Flügels aufgefunden werden, wobei neben dem Handflügel noch die durchtrennten Knochen des Unterarms zu erkennen waren.

Anhand der Überreste kann man davon ausgehen, dass der Körper des Tieres von den Rotoren, die sich an der Spitze mit über 300 Kilometern pro Stunde drehen können, schräg durchschlagen wurde. Die Bilder verdeutlichen diesen Sachverhalt.

„Was wir längst wissen, wurde leider erneut bestätigt: Windräder können für Vögel tödliche Fallen sein und stellen damit gerade in der Fortpflanzungszeit eine besondere Gefahr dar. Sollte es sich hierbei um ein Individuum eines aktuell brütenden Paares handeln, hätte dies dramatische Folgen für das Gelege oder die Nachkommen“, erklärten die Naturschutzverbände.

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09.05.2017 - PRESSEMITTEILUNG

„Biolandwirt“ aus Stuppach verstößt offensichtlich seit Jahren gegen gesetzliche Bestimmungen.

Wurden Verstöße gegen den Natur- und Umweltschutz durch die Behörden jahrelang ignoriert?

Der Naturschutzinitiative e.V. (NI) wird berichtet, dass ein Biobetrieb in Stuppach seit Jahren gegen Natur- und Umweltschutzgesetze verstoßen haben soll, ohne dass die zuständigen Behörden bislang wirksam dagegen eingeschritten seien.

Der in der Kritik stehende Landwirt soll in Stuppach gesetzlich geschützte Biotope entfernt und durch Überweidung zerstört haben. Mehrere eidesstattliche Versicherungen liegen der NI hierzu vor. Im Nachbarort Wachbach bewirtschaftet der Landwirt Flächen, wie z.B. Flurstück Nr.4240. Auf dieser Fläche sind laut LUBW 2 Biotope vom Typ „Steinriegel und Feldhecken“ mit der Biotopnummer 165241281314 eingezeichnet, die inzwischen jedoch nicht mehr zu finden sind.

Schon im Jahr 2011 bemängelte nach unseren Informationen die Naturschutzgruppe Taubergrund und der neutrale Flurneuordnungsvorstand die zu stark beweideten Wiesenhanglagen mit den geschützten Biotopen. Auch die Überweidung und die Beseitigung geschützter Biotope wurden bemängelt. Die Naturschutzgruppe konnte sich mit der Forderung, die Bereiche der geschützten Biotope nicht zu beweiden, offensichtlich nicht durchsetzen und gab schließlich auf. Als Folge der Biotopzerstörung sind höchstwahrscheinlich auch die Rebhühner, die sich in und zwischen den Feldhecken aufgehalten haben, verschwunden. Ein herber Verlust für die Biologische Vielfalt, insbesondere da das Rebhuhn besonders geschützt und in der Roten Liste bundesweit als stark gefährdet eingestuft ist.

Weiterlesen: 09.05.2017 - Pressemitteilung