03.09.2026 - Klartext

Erster Kuhreiher in der Fuldaaue

Bild: pixabay

Von Arno WernerArno Werner Arno Werner ist regionaler Länder- und Fachbeirat der NI für Hessen im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Er engagiert sich seit 1970 ehrenamtlich im Naturschutz in Hessen und hat zahlreiche Projekte zur Erfassung und zum Schutz von Vögeln und anderen Arten initiiert.

Überraschend kam die Meldung eines Kuhreihers, der sich in der Fuldaaue bei Bebra aufhielt. Der Vogel rastete in einem ehemaligen renaturierten Kiesabbaugebiet. In dem eingezäunten Gelände weideten auch Rinder. Es ist der erste dokumentierte Nachweis eines Kuhreihers in der Fuldaaue und im EU-Vogelschutzgebiet Fuldatal zwischen Rotenburg und Niederaula.

Der Kuhreiher hat eine Körperlänge von 46 bis 56 Zentimeter. Das Gefieder ist überwiegend weiß. Von weitem sieht er aus wie ein kleiner Silberreiher, die bei uns regelmäßige Gäste sind.

 

Nach der Literatur hat sich der Kuhreiher im Verlauf des 20. Jahrhunderts stark ausgebreitet. Die Umwandlung von Waldgebieten in Weideland wird als eine entscheidende Ursache für seine Ausbreitung vermutet.

Der europäische Verbreitungsschwerpunkt ist aktuell noch die Iberische Halbinsel. Es gibt aber schon Hinweise auf ein erstes Brüten in Deutschland und den Nachbarländern. Da Kuhreiher auch in Zoos freifliegend gehalten werden, bleibt es allerdings unklar, ob es ein Wildvogel oder einer aus der Gefangenschaft entkommener war. Beringt war der Vogel nicht.

Erstmalig rastete ein Kuhreiher in der Fuldaaue – Bild: Arno Werner


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Arno Werner
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