Vogelgesänge im Auwald im Tal der Nister bei Marienstatt
Eine Gruppe von Vogelfreunden traf sich zu einer gemeinsamen Vogelstimmenexkursion im Nistertal in der Nähe der Abtei Marienstatt. Nach einer kurzen Einführung durch
Gabriele Neumann
Gabriele Neumann Stv. Vorsitzende der Naturschutzinitiative e.V. (NI), Projektleiterin Wildkatze und Karnivoren
vom
Vorstand
Vorstand Hinter der Naturschutzinitiative e.V. (NI) steht ein starkes und gut organisiertes Team, bestehend aus Vorstand, Mitgliedern, Experten als Länder- und Fachbeiräten, Wissenschaftlichem Beirat, Unterstützern und Förderern. Gemeinsam stehen wir hinter unserem Ziel: Schutz von La[...]. der
Naturschutzinitiative
Über die Naturschutzinitiative e.V. (NI) Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) ist ein unabhängiger, gemeinnütziger und bundesweit anerkannter Naturschutzverband. e.V. (NI) erläuterte
Heide Bollen
Heide Bollen Ornithologin der NI
, Ornithologin der NI, die Definition eines Singvogels und die Funktionen des Gesangs der Männchen: Revierabgrenzung, Anlocken eines Weibchens und Beweis ihrer Fitness.
Dann begaben sich die Naturinteressierten auf eine Wanderung durchs Nistertal und damit zum praktischen Teil der Exkursion. Leider hielten sich die gefiederten Sänger wegen des kühlen und regnerischen Wetters etwas zurück.
Nur die kürzlich aus ihren Winterquartieren zurückgekehrten zahlreichen Mönchsgrasmücken ließen ihren lauten und flötenden Gesang erschallen. Zwischendurch wurden kurze Pausen eingelegt, zum Lauschen und für weitere Informationen der Ornithologin.
Heide Bollen erklärte dabei den seltsam anmutenden Namen des Sängers. So hat das Männchen der Mönchsgrasmücke eine schwarze Kappe auf dem Kopf wie ein Mönch. Der kleine Vogel ist ansonsten grau (mittelhochdeutsch: „gra“) und huscht durchs Gebüsch (mhd.: smücken – schlüpfen). Der Name bezeichnet also keine Mücke im Gras, sondern einen „grauen Schlüpfer“.
Vereinzelt riefen dann auch
Buntspecht
Buntspecht Der Specht – ein Wunder der Natur. Jedes Schulkind weiß um einen Vogel, der mit dem Schnabel komplizierte Höhlen mit sehr kleinem Eingangsloch in hartes Holz hackt. und Kleiber, Meisen und
Amsel
Amsel Die Amsel ist scheinbar der typische Gartenvogel. Dennoch hat sich die Art erst innerhalb der letzten 200 Jahre die Siedlung als Lebensraum erschlossen, zuvor war sie ein reiner Waldvogel.n sangen,
Ringeltaube
Ringeltaube Die Ringeltaube ist sicherlich vielen Menschen gut bekannt, optisch unterscheidet sie sich nämlich von den anderen hierzulande vorkommenden Taubenarten durch ein besonderes auffälliges Merkmal.n gurrten und der Zilpzalp rief seinen Namen, was an klingende Münzen erinnert. So lautet die Übersetzung seines wissenschaftlichen Namens auch: der Geldwechsler oder Geldzähler.
Den Lebensraum der Vögel in diesem kleinen Auwald erklärte NI-Vorsitzender
Harry Neumann
Harry Neumann Vorsitzender der Naturschutzinitiative e.V. (NI)
. Auen seien die europäischen Regenwälder und gebe es viel zu wenig in Deutschland, erklärte er. Da hier Totholz stehenbleiben dürfe, sei der Wald ein Paradies für Spechte und andere Höhlenbewohner wie Eulen und Fledermäuse. Auch Dohlen, die häufig Kirchtürme für ihre Nester nutzen, nisten hier in Baumhöhlen, die der große Schwarzspecht zimmert.
Als die Teilnehmer nach zwei Stunden intensiven Lauschens wieder den Parkplatz erreichten, hatten sie viele spannende Eindrücke gesammelt und ihr Wissen über unsere heimische Vogelwelt und deren
Lebensräume
Lebensräume Wir schützen Lebensräume! Bedrohte Vielfalt schützen und erhalten! erweitert.