Zügelloser Flächenverbrauch in Singen
Die im Hegau liegende Stadt Singen (Bodenseeregion) möchte erneut ca. 50 ha (1/2 km²) als Wohn- wie Gewerbegebiet erschließen und dabei wertvolle Natur vernichten. Die
Naturschutzinitiative
Über die Naturschutzinitiative e.V. (NI) Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) ist ein unabhängiger, gemeinnütziger und bundesweit anerkannter Naturschutzverband. e.V. (NI) wendete sich in einer Stellungnahme gegen dieses Vorhaben.
Dagmar Hirt
Dagmar Hirt Dagmar Hirt ist Sprecherin der NI-Regionalgruppe Hegau/Bodensee in Baden-Württemberg und Mitglied des Naturschutzreferates der Naturschutzinitiative.
, Sprecherin der NI-Regionalgruppe Hegau/Bodensee, beklagt einen grenzenlosen und ungebremsten Bauboom der Stadt. Ausgleichsmaßnahmen angrenzend schon umgesetzter Baugebiete seien auch auf der neu beanspruchten Fläche geplant und teils nicht umgesetzt geworden. Auch nicht fachgerecht umgesetzte und deshalb erfolglose Maßnahmen für verloren gegangene
Feldlerche
Feldlerche Vielen Menschen sind schon Feldlandschaften unbekannt, über denen das „Tirillieren“ vieler Feldlerchen eine besondere Stimmung erzeugt, die schon Komponisten und Literaten beeinflusste. nreviere werden nicht nachkorrigiert. Viele wertvolle
Lebensräume
Lebensräume Wir schützen Lebensräume! Bedrohte Vielfalt schützen und erhalten!, die Arten der Offenlandschaft wie Dorngrasmücke, Kuckuck,
Neuntöter
Neuntöter Neuntöter, auch Rotrückenwürger genannt, hört sich eher nach einem Bösewicht als nach einem schutzbedürftigen kleinen Vogel an. oder Nachtigall würden mit dem neuen Vorhaben verloren gehen.
Als ein Gipfel der Naturvergessenheit bewertet die NI, dass ein Magerrasen mit einem großen Bestand des stark gefährdeten Steinfingerkraut von landesweiter Bedeutung teils beansprucht werden soll oder durch Randeffekte innerhalb einer kommenden Siedlungsumgebung devastieren wird.
„Wenn in maßloser Bauwut erneut ein halber Quadratkilometer neu zerstört werden soll und dabei noch nicht einmal auf recht kleine Kernflächen im landesweiten Biotopverbund Rücksicht genommen wird, so hat man in Singen die Zwänge der Zukunft und damit die Bedeutung der Biodiversität für uns alle nicht verstanden“, so Dagmar Hirt.