Abschuss von Wolfswelpen in Hessen: Ein Schlag ins Gesicht des Artenschutzes!
Beschluss des VGH Kassel zum Abschuss von vier Jungwölfen ist ethisch und wildbiologisch nicht vertretbar
Der VGH Kassel hat mit Beschluss vom 28.09.2026 bestätigt, dass der Erhaltungszustand der Tierart „Wolf“ in Deutschland als Jagdvoraussetzung „günstig“ sei. Auch andere Beurteilungen könnten richtig sein, so der VGH. Dies könne aber im Eilverfahren nur eingeschränkt gerichtlich überprüft werden.
Die
Naturschutzinitiative
Über die Naturschutzinitiative e.V. (NI) Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) ist ein unabhängiger, gemeinnütziger und bundesweit anerkannter Naturschutzverband. e.V. (NI) sieht dies anders: „Es kommt nach der FFH-Richtlinie auf den Erhaltungszustand des Wolfs in Deutschland und in der europäischen Union an. Der Blick auf die örtliche Population kann lediglich bei den Einzelfallentscheidungen eine Rolle spielen, um welche es im vorliegenden Fall aber nicht geht.
Das Abschießen von Jungwölfen ist ethisch und wildbiologisch nicht zu verantworten. Wolfswelpen reißen keine Weidetiere. Der Beschluss ist ein Schlag ins Gesicht des Artenschutzes“, erklärte
Gabriele Neumann
Gabriele Neumann Stv. Vorsitzende der Naturschutzinitiative e.V. (NI), Projektleiterin Wildkatze und Karnivoren
, bundesweite Projektleiterin Wolf der NI.
Die genetische Variabilität sei in kleinen Wolfsvorkommen wie in Hessen noch viel zu gering. Daher dürfe dort nach Auffassung der NI auch nicht gejagt werden. Im Übrigen gebe es keinen vernünftigen Grund, Wölfe zu bejagen, so die NI.
„Soll die Tierart ‚Wolf‘ dauerhaft überlebensfähig sein und bleiben, bedarf es des Zuzugs weiterer Wölfe aus dem Norden und Süden sowie des Wegzugs von Jungwölfen in benachbarte Regionen. Wenn aber die Jungwölfe geschossen werden, werde die hessische Population langfristig immer älter und bricht eines Tages ein“, so Gabriele Neumann.
Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) werde den Eilbeschluss zum Anlass nehmen, die Entstehungsgeschichte des FFH-Berichts 2025 aufzubereiten. Denn der Erhaltungszustand des Wolfes in Deutschland ist noch nicht günstig. Es leben ca. 260 Wolfspaare in Deutschland. Von diesen leben in Hessen nur drei. Dies sei für eine gesunde Population viel zu wenig, so die NI.
Ansprechpartner:
Gabriele Neumann
stv. Vorsitzende, Projektleiterin Wildkatze und Karnivoren
Verwaltungsgericht Koblenz stoppt Wolfabschuss im Westerwald
RLP / Mit Beschluss vom 21.09.2026 hat das Verwaltungsgericht die Abschussgenehmigung des Wolfes GW2478m der Kreisverwaltung des Westerwaldes mit einer Zwischenverfügung gestoppt.
Erfolg: Hessen setzt Wolfabschuss aus
Hessen / Nach der Beschwerde der NI gegen die Abschussgenehmigung für zwei Wolfswelpen im Lahn-Dill-Kreis in Hessen setzt das RP Kassel als obere Jagdbehörde den Vollzug bis zu einer Entscheidung im Beschwerdeverfahren durch den hessischen VGH aus.
Heimliche Vernichtung von Wölfen im Rahmen der Jagd durch gezielten Bauchschuss
Dr. rer. nat. Wolfgang Epple, Biologe, Ethologe und Wissenschaftlicher Beirat der Naturschutzinitiative e.V. (NI), nimmt in dieser Publikation eine Einordnung der tierquälerischen Praxis aus Sicht der Ethologie und Ethik des Naturschutzes vor und gibt eine Handlungsempfehlung.
Ein Platz für wilde Tiere?
In dieser Publikation stellt der Biologe, Ökologe und Wissenschaftliche Beirat der NI, Dr. rer. nat. Wolfgang Epple, den Wert der Wildnis und ihrer Bewohner in den Fokus. Mit seiner großen Fachkenntnis und Empathie für alles was lebt, erinnert er uns an unsere ethische Verantwortung, die all unserem Tun zu Grunde liegen sollte.
Headline
here be text