14.04.2026 - Neuigkeiten

Keine Freiflächenphotovoltaik in Vogelschutzgebieten!

Braunkehlchen, Hoher Westerwald

RLP / Die Verbandsgemeinde Rennerod plant auf einer Fläche von ca. 50.000 m² die Errichtung einer Freiflächenphotovoltaikanlage. Diese Zerstörung von sehr wertvollen LebensräumeLebensräume Wir schützen Lebensräume! Bedrohte Vielfalt schützen und erhalten!n lehnt die NI grundlegend ab. Für die Nutzung von Solarenergie gibt es flächenmäßig ausreichend versiegelte Standorte, die dahingehend und ohne zusätzliche Eingriffe überbaut werden könnten. Deshalb ist die aktuelle Entwicklung mit der Errichtung von Photovoltaikanlagen auf Freiflächen, insbesondere aus Sicht des Natur- und Artenschutzes, eindeutig abzulehnen.

Die vorgesehenen Kompensationsmaßnahmen können die gravierende Beeinträchtigung der Wiesengebiete, wie sie durch die geplanten Anlagen eintreten würde, in keinem Fall ausgleichen, insbesondere weil die Populationen der Offenlandbrüter in den letzten Jahren schon deutlich eingebrochen sind. Die Offenlandflächen des Hohen Westerwaldes sind als wesentliche Refugien für einige dieser Arten (z.B. BraunkehlchenBraunkehlchen Die stark im Bestand zurückgegangene Art fällt in seinem Wiesenhabitat nicht besonders auf., WiesenpieperWiesenpieper Der Wiesenpieper ist ein Brutvogel der feuchteren Heide- und Moorlandschaften mit Ansitzwarten (z.B. Sträucher und Zaunpfähle), auf denen er sich gerne niederlässt.) anzusehen. Daher ist jedes Brutpaar in dem Flächenverbund für die Lokalpopulation unentbehrlich. Eine jegliche Beeinträchtigung steht im Konflikt mit dem Schutzzweck und den jeweiligen Erhaltungszielen.

Hier die naturschutzfachliche Stellungnahme der NI lesen


Ansprechpartner:

Konstantin Müller
stv. Vorsitzender, Dipl.-Biologe und Tierarzt

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