08.07.2026 - Newsletterbeitrag

Landestierschutzbeauftragte kritisiert Wolfsmanagementplan Hessen

Bild: Ingo Kühl

„Der revierübergreifende Managementplan für Hessen ist völlig einseitig „jagdaffin““

Der revierübergreifende Managementplan für Hessen, den die NI gerade beklagt und beim Verwaltungsgericht Kassel erfolgreich war, sei „völlig einseitig jagdaffin“. „Aspekte aus dem Arten-, Natur- und auch Tierschutz finden sich so gut wie gar nicht, lediglich ansatzweise beim Elterntierschutz“. Zu diesem Ergebnis kommt die parteilose Landestierschutzbeauftragte des Landes Hessen Dr. Madeleine Martin.

„Berücksichtige man zudem, dass es in Hessen gerade einmal 6 sesshafte Wölfe mit ca. 140 gerissenen Nutztieren (i.d.R. Schafe) gebe, sei die Erstellung eines Abschussplanes doch der fachkundigen Öffentlichkeit, insbesondere aus den Bereichen Tierschutz oder Artenschutz schwer/kaum vermittelbar.“

 

„In Ihrem Entwurf wird offensichtlich einseitig die Lobby der Jägerinnen und Jäger sowie der Weidetierhaltenden bedient. Ein angemessener Interessenausgleich findet nicht statt.  Insbesondere, wenn man der Anzahl der gerissenen Tiere, die rund 15.000 Falltiere (Schafe) pro Jahr in Hessen, mit denen die Amtstierärztinnen und Amtstierärzte, aber auch ich persönlich ständig zu tun haben, gegenüberstellt.“

Lesen Sie hier die vollständige Stellungnahme


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