Die Zaunwinde (Calystegia sepium)
Die Zaunwinde ist eigentlich eine sehr schmucke Pflanze. Sie weist mit ihrer großen, gut 7 cm hohen Trichterblume eine der größten Blüten in der heimischen Pflanzenwelt auf. Unvoreingenommen betrachtet, verziert die Rankpflanze jetzt Zäune und monotone Hecken. Da die schnellwüchsige Art sich auch wie ein Schleier über die Blumen- oder Erdbeerbeete legt und sich mit diesen Unterlagen intensiv verkrallt, wird sie in den meisten Gärten erbarmungslos ausgerissen. An vielen Stellen aber zu unrecht.
In der Natur kommt die Zaunwinde gerne zusammen mit der Brennnessel auf sehr nährstoffhaltigen frischen Böden vor, wo sie sich als Schleier über die Stauden legt und die eigentlich mickrigblütige Brennnessel plötzlich sehr schmuck aussehen lässt.
Für ihr schnelles Wachstum braucht die Pflanze die guten Böden, wo auch die Brennnessel gedeiht. Auf diesen Standorten kann der rankende Trieb der obligat linkswindenden Art in zwei Stunden eine Umdrehung um einen Halteast machen.
Der Nektar in der großen offenen Blüte ist nicht für viele Insekten erreichbar. Spezialisiert auf die Winden hat sich der nächtlich aktive Windenschwärmer, der einen bis zu 10 cm langen Rüssel hat und dessen Raupen von den Windenblättern leben. Dauerhaft kommt die mehr im Mittelmeerraum heimische Art nur in weitgehend frostfreien Regionen vor. Als sehr schnell fliegener Wanderfalter mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h (Durchschnitt 50 km/h) ist er aber auch schnell wieder aus südlichen Gefilden angereist und kann in warmen Jahren überall in Deutschland (wenn auch selten) beobachtet werden.
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Der Baum mit den geheimnisvollen Gesichtern
Habt Ihr schon einmal die Zweige dieses Baumes im Winter betrachtet? Er steckt voller Gesichter! Nach dem Laubfall wird eine Zeichnung an den Zweigen direkt an der Verbindungsstelle zum Blattstiel sichtbar: Zwei Augen, ein freundlich lächelnder Mund und eine Nase. Nehmt Kinder (und Erwachsene) auf diese Phantasiereise mit. Sie werden sich beim Verzehr der Früchte stets daran erinnern. Der Walnussbaum ist ein Weltenbummler mit rund 20 Arten.
Hübsch, aber giftig: Das Maiglöckchen
Vorsicht beim Kräutersammeln Mit dem Mai erscheinen auch die Maiglöckchen im Wald: Die hübsche Waldpflanze wird gerne gesammelt, doch das ist aus zwei Gründen nicht ratsam. Zum einen steht sie unter Naturschutz und zum anderen ist sie giftig. Die Naturschutzinitiative e.V. warnt vor Verwechslungen: Die Blätter des Maiglöckchens ähneln denen des Bärlauchs.
Kleinod Magerrasen – Der Gewöhnliche Fransenenzian
„Wer glaubt, Enziane wachsen nur in den Alpen, der kann einige schön blühende Arten auch in den hessischen Mittelgebirgen finden. Einer davon ist der Gewöhnliche Fransenenzian mit dem lateinischen Namen Gentianella ciliata."
Biodiversität und Arten als unsere Lebensversicherung
„Der Mensch ist längst zum entscheidenden Evolutionsfaktor geworden“, so Prof. Dr. Matthias Glaubrecht in der Fachpublikation „Biodiversität und Arten als unsere Lebensversicherung“, die die NI anlässlich des Tages der Artenvielfalt veröffentlicht hat.
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