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"Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand"
                                                 -
Charles Darwin -

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05.08.2016
Pressemitteilung

LNU Siegen Wittgenstein und NATURSCHUTZINITIATIVE fordern:

Keine weiteren Windindustrieanlagen im Naturpark
Sauerland–Rothaargebirge!

LNU (Siegen Wittgenstein) und NATURSCHUTZINITAITIVE lehnen
Windindustrieanlagen im Naturpark Sauerland–Rothaargebirge grundlegend ab,
insbesondere im Kreis Siegen-Wittgenstein.
Neben den natur- und artenschutzrechtlichen Gründen verbietet sich auch die
Zerstörung des einzigartigen Landschaftsbildes durch die Ausweitung der schon jetzt
zahlreichen Windindustrieanlagen.
„Dieser besondere Landesteil bietet nicht nur durch den Naturpark Sauerland -
Rothaargebirge ein einmaliges Naturerlebnis. Auch die Höhenzüge
bieten einem landschaftlich herrlichen Blick in die Täler, den Höhen mit seiner
höchste Erhebung, den Lagenberg und Kahlen Asten. Die Waldflächen, Wiesen,
Hecken und Rainen, Moore sowie die Fluss- und Bachtäler bieten zahlreichen
Tieren und
Pflanzen einen wertvollen Lebensraum. Für den Menschen stellen sie eine
reizvolle
Natur- und Kulturlandschaft dar“, betonte Jochen Niemand, Vorsitzender der LNU
Siegen–Wittgenstein.
Die neu geplanten - knapp 200 m hohen – Windindustrieanlagen in den Wäldern
widersprechen der Naturparkverordnung. Diese schützt die landschaftliche
Eigenart, Schönheit und den wichtigen Erholungswertes für Langzeit- und
Kurzurlauber.

„Die Eigenart und Schönheit der Landschaft - einschließlich ihres besonderen
Erholungswertes - geht innerhalb des Naturparks und auch im direkt
angrenzenden Gebiet der geplanten Anlagen durch deren Bau verloren.
Naturparke dienen dem Schutz der Landschaft und nicht ihrer Industrialisierung.
Wir fordern daher die Obere Naturschutzbehörde auf, keine Befreiung für den
Naturpark zu erteilen“, erklärte Harry Neumann, Landesvorsitzender der
NATURSCHUTZINITIATIVE.
Neben diesen wichtigen Punkten der Landschaftsbildzerstörung ist besonders
auch aus artenschutzrechtlicher Sicht ein weiterer Ausbau der Windkraft in
dieser Region zu unterlassen:
„Im Hinblick auf Groß- und Greifvögel ergeben sich erhebliche Konflikte, weil
mehrere Brutplätze von u.a. Rotmilan, Schwarzstorch und Schwarzmilan den
geplanten Standort mit den vorgeschriebenen Mindestabständen überlagern.
Gerade diese Vogelarten sind extrem störungssensibel und zeigen eine hohe
Intoleranz gegenüber Windindustrieanlagen. Rotmilane, die ohnehin in ihrem
Bestand zurückgehen und für die Nordrhein/Westfalen eine hohe Verantwortung
hat, zählen bundesweit zu den größten Schlagopfern durch
Windindustrieanlagen.
Der Untersuchungsraum zeichnet sich weiterhin durch eine hohe Artenzahl
aus der Gruppe der Greifvögel aus: z.B. Baumfalke, Habicht, Mäusebussard
sowie zahlreiche Fledermausarten, u.a. Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr,
Mopsfledermaus, Teichfledermaus und Wimperfledermaus. Die aktuelle
„Progess-Studie“ kommt zu dem Ergebnis, dass sogar der Mäusebussard
mittlerweile
in seiner Population gefährdet ist. Die seltene Mopsfledermaus benötigt einen
Schutzradius um ihre Wochenstuben und Sommerquartiere von mindestens 5000
Metern.
Diese Fläche, die zum bedeutenden europäischen Natura 2000-Netzwerk gehört,
wird in den „Gutachten“ noch nicht einmal berücksichtigt, ist aber aufgrund ihrer
angrenzenden Lage ebenso betroffen. Diese Gebiete sind Schutzgebiete nach
europäischen Richtlinien und unterstehen somit strengen Schutzanforderungen
für Fauna und Flora.
„Es ist nicht sinnvoll, jedes Jahr Gelder in den Schutz von Tieren und
Pflanzen in Schutzgebieten wie z.B. auch dem Naturpark – zu investieren, um
sie dann 2 Kilometer weiter zu zerstören. Ein weiterer Ausbau mit
Windindustrieanlagen stellt daher eine Bedrohung für diese Arten und deren
lokale Populationen dar“, betonte Dipl. ing. agr. Gerhard Bottenberg, Länderbeirat
NRW der NATURSCHUTZINITIATIVE.
Bei Berücksichtigung der Summationswirkungen mit den bereits
existierenden Windenergieanlagen ergibt sich für das Gebiet ein sehr hohes
Konfliktpotential, das den Ausschluss einer weiteren Windenergienutzung
zwingend erforderlich macht.
Leider haben der Geschäftsführer des Naturparks Detlef Lins, die Landräte
vom Hochsauerland, Kreis Kreis Olpe und Siegen–Wittgenstein, die Touristiker
und die Bürgermeister in den Städten und Gemeinden dazu öffentlich keine
Stellungnahme abgegeben.
„Den totalen Ausverkauf der Natur nehmen sie wohl in Kauf. Sollten die Pläne
nicht fallen gelassen werden, werden wir dagegen rechtliche Schritte einleiten“
erklärten abschließend Jochen Niemand, Harry Neumann, Gerhard Bottenberg
für die Naturschutzverbände.

Jochen Niemand, Vorsitzender LNU Siegen-Wittgenstein

Harry Neumann, Landesvorsitzender NRW der NATURSCHUTZINITIATIVE e.V.

Gerhard Bottenberg, Länderbeirat Nordrhein-Westfalen Naturschutzinitiative

 

 

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