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"Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand"
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Charles Darwin -

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01.04.2019 - PRESSEMITTEILUNG

Mehr Vielfalt statt immer mehr Versiegelung! - Kein neues Gewerbegebiet in Westerburg!

Wie der regionalen Presse aktuell zu entnehmen ist, plant die Stadt Westerburg einen gigantischen Gewerbepark „Dellerbrück“ von fast 28 ha im Süden der Stadt. Das entspricht der Größe von ca. 70 Fußballfeldern.

Die Verwirklichung dieses Planvorhabens würde einen strukturreichen Landschaftskomplex mit schutzbedeutsamen Biotopen wie naturnahen Fließgewässern, Quellen, Feldgehölzen, Hecken, Feuchtgrünland sowie Wiesen und Weiden zerstören.

Auch wenn es sich bei der vorgestellten Machbarkeitsstudie um eine noch frühe Planungsphase handelt, kündigt die Naturschutzinitiative e.V. (NI) schon jetzt ihren Widerstand an. Das Vorhaben halten wir schon alleine wegen seiner immensen Dimensionen für nicht genehmigungsfähig.

„Diese Planung ist ein Zeugnis absoluter Maßlosigkeit und fehlendem Natur- und Zukunftsverständnis der Planer, die den Menschen die Zukunft eher rauben als einen Beitrag zur naturverträglichen Zukunftssicherung von Westerburg zu leisten“, so der Landesvorsitzende der Naturschutzinitiative e.V. (NI), Harry Neumann.

Der beplante Landschaftsteil zwischen der Landstraße 288 und der Stadtgrenze ist Teil einer insgesamt schutzbedeutsamen und strukturreichen Kulturlandschaft. Gerade eine aus verschiedenen kleinräumig wechselnden Biotopen bestehende Landschaft ist Träger der Artenvielfalt, dessen rasanter Verlust das Überleben der Menschheit mehr gefährdet als die ebenfalls großen Probleme von stofflichen Belastungen und der Klimawandel. Dieser wissenschaftlich abgesicherte Befund wurde noch einmal sehr deutlich beim kürzlichen NI-Vortrag des international renommierten Insektenforschers Dr. Andreas Segerer zum Thema „Insektensterben“ in Bad Marienberg.

„Wir finden es unverantwortlich, wenn in Zeiten von internationalen und bundesweiten Beschlüssen zur Rettung der Biologischen Vielfalt, zur Reduzierung des Flächenverbrauchs und zum Schutz des Klimas aufgerufen wird, derart sorglos mit unserer Landschaft, dem Boden und der Wildtiere umgegangen wird“, betonte Harry Neumann.

Die 2002 verabschiedete Nationale Nachhaltigkeitsstrategie hat das Ziel, den Flächenverbrauch bis zum Jahre 2020 bundesweit auf 30 Hektar pro Tag zu senken. Aktuell sind es jedoch laut Umweltbundesamt noch immer 62 ha pro Tag.

„Wenn eine kleine Stadt wie Westerburg diesen Flächenverbrauch schon alleine verursacht, kann das Ziel nie erreicht werden. Wir stellen nach wie vor fassungslos fest, dass der mittlerweile allseits bekannte Spruch ‚Wir gehen mit der Erde um, als hätten wir noch eine zweite im Kofferraum‘ selbst hier in der Region Wirklichkeit ist“, betonte Dipl.-Biologe Immo Vollmer, Naturschutzreferent der NI.

Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) appelliert daher an Stadtbürgermeister Seekatz und die Ratsmitglieder, dass ein „Zukunftsprojekt“ für Westerburg der Sicherung der Artenvielfalt und einem lebenswerten Umfeld dienen sollte und nicht der weiteren Zerstörung unserer wertvollen Natur- und Kulturlandschaften mit ihren Lebensräumen für Mensch und Tier.

„Der wichtigste Beitrag zur Förderung der Biologischen Vielfalt ist der Erhalt der Lebensräume“, so die NI.

Auch im Westerwald ist es „Fünf vor Zwölf“: Die fortschreitende Zerstörung von Lebensräumen durch Autohöfe, Bau-, Gewerbe- und Industriegebiete in fast jeder Kommune muss endlich aufhören, damit unsere Heimat auch für die kommenden Generationen noch lebenswert bleibt. Wir brauchen wieder mehr Vielfalt anstatt immer mehr Versiegelung“, so Harry Neumann und Immo Vollmer.

 

Für Rückfragen

Immo Vollmer, Dipl.-Biologe, Naturschutzreferent der Naturschutzinitiative e.V. (NI)
Telefon 02626 926 4770 - Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Harry Neumann, Landesvorsitzender der Naturschutzinitiative e.V. (NI),
Telefon 02626 926 4770 - Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Die Pressemitteilung hier als PDF lesen

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