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Wildtiere schützen

Die größte Bedrohung für unsere heimischen Wildtiere stellt der zunehmende Verlust an Lebensraum dar: Moore und Feuchtgebiete werden entwässert, landwirtschaftliche Flächen werden einseitig und intensiv unter Einsatz von Pestiziden bewirtschaftet, Wanderkorridore und Habitate für Wildtiere der Wälder und des Halboffenlandes werden durch Straßen, Bau-, Industrie- und Gewerbegebiete zerschnitten oder zerstört, Wälder werden nicht ökologisch bewirtschaftet.

Die biologische Vielfalt bildet die Grundlage allen Lebens – auch die von uns Menschen. Sie ist hochgradig gefährdet, insbesondere durch den Verlust an Lebensräumen. Die "Roten Listen der bedrohten Arten" sind zum Gradmesser des Verlustes geworden. Alleine in Deutschland gelten über 7.000 Tierarten als gefährdet oder sind sogar vom Aussterben bedroht. Einmal verloren gegangene Biologische Vielfalt lässt sich nicht wiederherstellen - Dieser Verlust ist irreversibel.

Die „Naturschutzinitiative“ engagiert sich deshalb auf vielfältige Art und Weise für den Erhalt der Artenvielfalt: auf der politischen und rechtlichen Ebene, durch Bewusstseinsbildung und Veranstaltungen sowie durch vielfältigen ehrenamtlichen Einsatz unserer Mitglieder und Förderer, wertvolle Biotope und Lebensräume für Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen zu erhalten.

Zum nachhaltigen Schutz von Wildtieren gehört die Ausübung ihrer natürlichen Lebensweise. Rothirsch, Luchs und Wolf sollen wieder wandern können, Spechte sollen genügend Alt- und Totholz zum Zimmern ihrer Höhlen, für die Jungenaufzucht und ihre Nahrungssuche finden. Über 60 Arten profitieren alleine von Baumhöhlen, die der Schwarzspecht gezimmert hat. Dazu gehören Schellenten, Siebenschläfer und vielen Arten, die auf der Roten Liste stehen. Fischadler, Weißstorch, Turmfalke, Schleiereule und Trauerseeschwalben sollen wieder intakte Lebensräume vorfinden, der Gesang des Waldlaubsängers soll unsere Laubmischwälder wieder mit Leben erfüllen.

 Der faszinierende Schwarzstorch braucht große, ruhige Brutgebiete, da er sehr störungssensibel ist. Schon bei kleinsten Störungen bricht der prächtige Vogel in der Regel seine Brut ab, der Bruterfolg nimmt ab oder der Horst wird sogar aufgegeben. Strukturierte, lichte Mischwälder, Bäume mit starken, weit ausladenden Ästen für den Horst, nahe gelegene Bäche, Feuchtgebiete und Ruhe vor Spaziergängern, Hunden und Waldarbeiten in der Horstumgebung – dies sind die Bedingungen, unter denen der Schwarzstorch erfolgreich brüten kann. Daher lehnen wir die Errichtung von Windindustrieanlagen im Wald grundlegend ab. Unsere Wälder dürfen nicht zu neuen Industriegebieten werden.

Der Bestand der Weißstörche ist in Deutschland von 30.000 Brutpaaren in den 30er Jahren auf ca. 4.300 Brutpaare gesunken. Der bedeutendste Einflussfaktor dafür ist der Verlust an Lebensraum. Auch der Einsatz von Giften in der Landwirtschaft (z.B. gegen Insekten) birgt eine Gefahr für den Storch, denn er ernährt sich zu einem großen Teil von Insekten.

Auch dem Rotmilan geht es zunehmend schlechter: Der Bestand hat in den letzten 25 Jahren um ein Drittel abgenommen und befindet sich auch weiterhin im Sinkflug. Hauptgrund dafür ist der Strukturwandel in der Landwirtschaft. Immer weniger Kulturen werden auf immer größeren Flächen angebaut und verdecken mit dicht stehenden Winterkulturen die Landschaft. Beutetiere sind für den Rotmilan darin kaum noch zu entdecken. Dies ist besonders zur Brutzeit ein großes Problem, denn so leidet der Nachwuchs an Nahrungsmangel. Die zunehmende Vermaisung von landwirtschaftlichen Flächen für Biogasanlagen sowie der Grünlandumbruch sind weitere Probleme für diese streng geschützte Art. Störungen am Nest, Zerstören von Horstbäumen und Brutstätten, gezielte Vergiftungen, veranlasst durch den Ausbau der Windenergie, machen dem beeindruckenden Greifvogel, der auch Gabelweihe genannt wird, zu schaffen. Er gehört zu den häufigsten Schlagopfern an Windindustrieanlagen. In einigen Ländern und Regionen, z.B. in Brandenburg, Hessen und in Rheinland-Pfalz ist die Population des Rotmilans durch Windenergieanlagen bereits gefährdet.

Alle Wiesenbrüter sind durch den Verlust an geeignetem Lebensraum, durch die intensive Landwirtschaft und durch den Einsatz von Pestiziden gefährdet. Ihre Bestände sind stark rückläufig. Typischer Wiesenbrüter ist die sehr gut getarnte Feldlerche, die man am Boden deshalb nur selten beobachten kann. Auch der kleinste Hühnervogel Europas, die Wachtel, ist ein typischer Wiesenbrüter und die einzige Art aus dieser Familie, die im Herbst in den Süden zieht. Auch der Wachtelkönig ist bei uns selten geworden. Das liegt daran, dass diese Art nur im hohen Gras brütet und sich ihre Nester meist in mähreifen Wiesen befinden.

Auch Wildbienen haben sehr spezielle Anforderungen an ihren Lebensraum. Man findet sie z.B. an gut besonnten Waldrändern, auf Wiesen, in Kies- und Lehmgruben, an Trockenmauern, Gewässerrändern sowie in Gärten. Alle Wildbienen mögen es gerne warm und trocken. Wildbienen sind in Deutschland durch das Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Sie leisten einen unschätzbaren Beitrag für die Biodiversität. Ihre Bestäubungsleistung sichert den Ertrag von Obst, Gemüse und Ackerfrüchten. Rund ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion wird durch Bestäubung beeinflusst. In Deutschland hängen 85% der landwirtschaftlichen Erträge von der Bestäubung durch Bienen ab. Ein Mangel an Bestäubern führt zu Ernteausfällen. In Europa wird der Wert der Bestäubung auf 14 Milliarden Euro im Jahr geschätzt - weltweit sind es über 150 Milliarden Euro jährlich.

Besonders setzen wir uns für die europäische Wildkatze ein, die als Leitart stellvertretend für viele andere Arten des Waldes und Halboffenlandes steht. Lebensraum für heimische Wildtiere zu schaffen und zu bewahren – das erfordert langen Atem und viel Geduld.

Wir setzen uns in zahlreichen Stellungnahmen und Projekten dafür ein, dass unsere Wildtiere den Raum und die Lebensbedingungen bekommen, die sie brauchen. Wir setzen uns dafür ein, dass Naturschutz auf der Fläche stattfindet und nicht nur in einzelnen Schutzgebieten, die zumeist nicht miteinander verbunden sind. Hierzu wollen wir einen Beitrag leisten, indem wir eine entsprechende Bewusstseinsbildung in Politik und Gesellschaft sowie eine erlebnisorientierte Naturschutzbildung für Kinder und Jugendliche leisten. Unser Land soll wieder ein „Wildtierland“ werden, in dem Wildtiere genügend Lebensraum, Rückzugsmöglichkeiten und Nahrung finden.

Schaffen Sie mit uns gemeinsam ein „Wildtier-Paradies“ und damit ein Stück Zukunft für unsere Kinder und Enkel. Bitte unterstützen Sie uns.

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